Allgemeines

Diese hat die gleichen Verkehrsprobleme wie wir: über 80% überörtliche Durchfahrten (oder kordonüberschreitenden Verkehr).

Neben einer leistungsfähigen A 81 fehlen auch ihr die leistungsfähigen Tangenten, dazu noch Parkplätze und sonstige sinnvolle Attraktivität. Wäre Letzteres in höherem Maße gegeben, entfielen die Einkaufsfahrten nach Sindelfingen, Stuttgart und Esslingen, so dass auch die FLS entlastet wäre.

Wer bloß will eine Entlastung des Schlossbergrings auf Kosten der Wohngebiete ......?

Mit der beschlossenen Verengung der Wolfgang-Brumme-Allee wird der Zugang zur Stadt noch schwieriger, weil weitere - und mehr als je zuvor - Staus produziert werden. Da diese Verengung noch vor dem Ausbau von Autobahn und Tangenten kommen soll, sieht es mehr als duster aus.

Wer bloß will eine Hauptverkehrsachse auf Kosten der Wohngebiete und der Innenstadt lahmlegen.......?

Nordtangente

Inzwischen wird sogar damit begonnen, die Nordtangente wegzudiskutieren und seltsame Stadtautobahn"lösungen" zu verbreiten.

Hierzu bleibt anzumerken, dass von uns aus die A 81 auch auf 10 Spuren mit einem blattgoldverzierten Tunnel von Heilbronn bis Horb und zusätzlichen 150 Abfahrten ausgebaut werden kann, wenn keine Verzögerungen mehr eintreten und der Bund seinen finanziellen Verpflichtungen endlich nachkommt. 

Zur Erinnerung: der Landkreis Böblingen ist die wirtschaftliche Nr. 1 in der Region Stuttgart. Diese Region erwirtschaftete im letzten Jahr ein Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 100 Milliarden €. Das sind mindestens 4,3 % des gesamten BIP der Bundesrepublik Deutschland. Nun sollen auch noch das Land und die Stadt/Städte das (kostenmäßig) lächerliche Deckelchen mit finanzieren. Die (falsche) Begründung dafür ist eine willkürliche "Gesamtbetrachtung" des Lärms entlang der Autobahn. Dazu gehöre auch der Lärm entlang der Böblinger Nordtangente (die noch nicht einmal fertig geplant und deren Schicksal ohnehin ungewiß ist).

Damit wird fadenscheinig begründet, dass tatsächlich ab jetzt der Bund, das Land und die Stadt Sindelfingen über das Schicksal der Nordtangente, die sie grundsätzlich rein gar nichts angeht, (mit-)bestimmen (können). Aufgrund dieser nun untergegangenen Planungshoheit der Stadt Böblingen prägen wohl bald ganz andere Interessen diese rein kommunale Angelegenheit. Ein herzliches Dankeschön an einen gut informierten und selbstbewußten Gemeinderat, sowie unseren mutigen Herrn Oberbürgermeister, die diese Unsinnigkeit möglich gemacht, wenn nicht sogar initiiert haben. So etwas ist keine begrüßenswerte Zusammenarbeit, sondern eine Einladung zum Plündern.

Die Nordtangente ist zu einem Spielball geworden, der mitsamt Schwarzem Peter beliebig auf dem Spielfeld hin- und her getreten werden kann. Wobei das Spielfeld wie immer der Rücken der Bürgerschaft ist. All dies ist auf die seit langem zunehmende politische Schwäche der Stadt Böblingen zurück zu führen.

Die (selbstverständlich lärmgeschützte) Nordtangente muss aus offensichtlichen Gründen (Verhalten der Verkehrsteilnehmer, Entlastung der Innenstadt, Ost/Nordstadt und Wohngebiete) trotzdem sein.

Die Frage ist im Großen und Ganzen sehr einfach: Wo soll der Verkehr denn hin?

Bei allem respektvollen Zynismus: auch die Öffnung der Landhausstrasse und eine dreispurige Friedrich-List-Straße werden diesen nicht aufnehmen können. Nur leistungsfähige Tangenten werden Abhilfe schaffen. 

Den heutigen Sachstand (März/April 2008) vorausgesetzt: die Wirkungen der Stadtentwicklungsplanung auf die Region (und darüber hinaus) werden spätestens beim Ausbau der A 81 wohl in die Geschichte der größten Verkehrskatastrophen der Neuzeit eingehen.

Aber vielleicht hilfts ja, wenn noch rechtzeitig ein Bewußtsein dafür geschaffen wird.

Überlegungen:

Ach ja, da war doch die Entlastung des Schlossbergrings. Diskutiert wird, ob die Stadtgrabenstraße ab der Einmündung Sindelfinger Straße entlastet werden soll. Das heißt, die Sindelfinger Straße wird noch mehr Verkehr bekommen, die Stadtgrabenstraße wird für den Durchgangsverkehr zu einer komplizierten Angelegenheit. Daraus lässt sich sehr leicht schlußfolgern , dass die Hüttentalstraße (Wohngebiet) und die FLS wesentlich "attraktiver" werden und mit deutlichen Verkehrszuwächsen zu rechnen haben. Die einzige wirksame Lösung ist, wie immer, die - von einer (auch wahltaktisch inspirierten) Initiative bereits heftig angesägte - Nordtangente und die Wolfgang-Brumme-Allee. Letztere wird aber lahmgelegt, so dass auch der Schlossbergring und in Folge Hüttental-, Sindelfinger, FL- und Landhausstraße mit noch mehr Verdrängungsverkehr zu rechnen haben.

Das bedeutet letztlich, dass die Wohngebiete der gesamten Oststadt mehr Verkehr bekommen werden. Entlastet werden die teils unbewohnten städtischen Hauptverkehrsachsen. "Rettet die Hauptverkehrsstraßen! Verlegt sie in Wohngebiete!" Dieser Plan ist schlecht für uns, allerdings sehr gut für die Umsätze der Tourismusbranche, der Gastronomie, des Einzelhandels, der Bauindustrie, der gesamten Wirtschaft und schadet damit auch anderen Institutionen nicht. Denn wer sich zu Hause nicht mehr wohl fühlt, unternimmt mehr Reisen, geht öfter in gemütliche Kneipen, oder frustbekämpfend einkaufen, braucht mehr Benzin,  zieht in eine neue Wohnung usw. usf....

Allerdings wird auch mehr in die Natur gefahren und dort herumgegangen. Dadurch wird mehr CO2 ausgestossen und Wege, Wiesen, Wälder und Wildtiere beeinträchtigt.

Somit hätten wir eigentlich die Anti-CO2-Bewegung und den Umweltschutz auf unserer Seite. Leider hat sich bis heute noch niemand gemeldet. Wir sind halt nur Menschlein. Oder verzichtbares Stimmvieh.

23.4.2008

In der FLS war nachts/morgens bis ca. 11 Uhr relative und ungewohnte Ruhe. Der uns bekannte, besonders und ordnungswidrig lärmende Durchgangs-/kodonüberschreitende Verkehr wurde großenteils in einer streng riechenden Stadtgrabenstraße gesichtet.

Was soll das? Welche Umfahrungen sollen denn bitte angeblich so gut angenommen sein?

Sanierungsgebiet Böblingen-Mitte (Drucksache 07/244)

Eieiei. 

1.) Insges. 8,6 Millionen für die Verschönerung des Gebiets Böblingen-Mitte (davon 2,3 Mio für die WBA) und bis zu 50% Zuschuss für private Maßnahmen. Nix dagegen, aber wir bekommen nicht mal das Minimalste - ein Nachtfahrverbot oder 3,5 to oder eine Verkehrskontrolle. Bei den Summen wäre doch auch Tempo 30 drin, so wie in fast allen honoratiorablen Wohngegenden.

Klar, dieses schöne - und durch die reaktivierte B 14 bald zerschnittene - Gebiet muss ja  oft und schnell erreicht werden können. Da macht sich manches Gemeinderatsmitglied natürlich so seine Gedanken - und wir sind anschließend der Verkehrsmülleimer.

2.) Das Sanierungs- und Bezuschussungsgebiet reicht wieder nur knapp bis an die FLS heran, also liegen wir schon wieder daneben. Im Gegensatz zum Abkassiergebiet Innenstadt, da gehören wir teilweise dazu und dürfen kräftig Stellplatzablöse berappen.