Altes

Seit Beginn des Jahres 2008 nehmen der LKW-Verkehr (deutlich auch nachts) sowie die Rasereien wieder zu. Ebenso die im Vergleich zu den Vorjahren kleinen Staus und deren nette Begleiterscheinungen wie Hupen, rücksichtsloses Fahren, gefährliches Überholen usw. usf..

            

(Die folgend genannten Zahlen wurden am 18.4.2008 aufgrund der neuen Datenerhebung aktualisiert)

Da die unsäglichen Stadtentwicklungsmaßnahmen nun beschlossen sind - ebenso der Zeitplan ("Stufenplan" in 05/037), der dies vor dem Ausbau der A 81 und der Tangenten vorsieht, wird mit der Verengung der Wolfgang-Brumme-Allee (WBA - 20.000Kfz/Tag) eine der Hauptverkehrsachsen für den überörtlichen Durchgangsverkehr so gut wie lahmgelegt. Die Verhöhnung der Anwohner der Friedrich-List-Straße findet ihren Höhepunkt in der Drucksache 07/196, in der der Kreisverkehr am Listplatz mit einer zweispurigen Zufahrt vom Elbenplatz festgeschrieben wird. Dabei soll auch die Fussgängerampel am Listplatz stillgelegt werden, damit der Verkehrsfluß Richtung FLS gewährleistet ist. Abgelehnt werden auch Zebrastreifen. Ganz köstlich ist die Begründung für den zusätzlichen Wegfall der zweiten Fussgängerampel auf Höhe Volksbank/CityCenter. Man hätte ja Querungsmöglichkeiten am Listplatz (dessen Fussgängerampel entfernt wird und der bei stark erhöhtem Verkehr keine Zebrastreifen bekommen soll).

Nach derzeitigem Sachstand: die Autobahn soll vom Stuttgarter Kreuz bis Böblingen-Ost 8-spurig ausgebaut werden, ab BB-Ost nur noch 6-spurig. Die Anschlußstelle BB-Ost aber bekäme einen Vollausbau. Allein dies bedeutet, dass die FLS der neue Autobahnzubringer mit mindestens 20.000 Fahrzeugen pro Tag werden soll.

Ebenso soll der Schloßbergring (über 20.000 Kfz/Tag) entlastet werden ("verlagerungsfähige Verkehrsanteile"), während gleichzeitig keine neuen Verkehre auf die bereits vorhandene, wohnbebauungsfreie und leistungsfähige Umfahrung gelegt werden sollen.

Übrig bleibt somit auch in diesem Fall nur die Friedrich-List-Straße (Landhausstraße, Stuttgarter Straße). Rein rechnerisch bedeutet auch dies (bei 80% überörtlichen Durchfahrten) zusätzlichen Verkehr in der Größenordnung von mindestens 15.000 - 20.000 Kfz. Öffentlich beziffert wurde bis jetzt nur eine Steigerung auf insgesamt 10.000 Kfz/Tag durch OB Vogelgsang (Termin anno 2006 im Sitzungssaal).  Hinzu kommt der zunehmende Verkehr zum Flugfeld u.v.a. Faktoren, die sich teilweise schon heute bemerkbar machen.

Der Ausweichverkehr von der überlasteten A 81 ist und bleibt ein Dauerproblem. Sowohl bei Staus und Staubefürchtungen, als auch wegen der zu einfachen Durchfahrt durch unsere Innenstadt vom und in das Umland. 

                 

Die Umleitungsbeschilderung ist die alte, alle 5 Umleitungen laufen weiterhin über die Böblinger Markung.

In diesem Zusammenhang wurde von verschiedenen Seiten innerhalb der Böblinger Stadtgrenzen unverlangt, bzw. ohne dass danach gefragt wurde, bekräftigt, dass an den Planungen zur Durchführung der Leibnizstraße/Nordtangente festgehalten würde. Seltsamerweise war dies bei keinem Gespräch von unserer Seite überhaupt thematisiert worden. Nachtigall,.....

29.3.2008

Es wird weiterhin versucht, die Leibnizstraße/Nordtangente zu einer künftigen Anliegerstraße umzufunktionieren (wörtliches Zitat aus Kreisen kommunal Mitverantwortlicher: "Die Leibnizstraße wird nicht durchgeführt!").

1.4.2008

Beim StZ-Abend in Stuttgart sprach Ministerpräsident Oettinger bez. des möglichen Beginns des Ausbaus der A 81 von "12 Monaten". Ansonsten gab es nichts Interessantes. Auf unsere Hinweise bez. der seit Jahrzehnten bestehenden Benachteiligung Baden-Württembergs beim Autobahnbau/Bundesstraßenbau und der Vernachlässigung des gesamten Landkreises Böblingen (B14/B464) innerhalb der Region ging er nur sehr allgemein ein.

2.4.2008

"Wir brauchen die Nordtangente zur Entlastung der Innenstadt." "Die Nordtangente muss gebaut werden." Die Leibnizstraße muss durchgeführt werden." Naja, einige wenige......

3.4.2008

Das Gespräch im Innenministerium mit Staatssekretärin Roth, an dem von uns u.a. auch die Interessen der Landhausstraße vertreten wurden, war in drei Punkten interessant:

  • Die als neu verkauften Planungen waren schon am 30.1.2007 vorgestellt worden. Um eine Animation (Hubschrauberflug über die Deckel) zu erstellen, braucht es normalerweise keine 14 Monate.
  • Der zügige Ausbau der A 81 wurde von allen Teilnehmer/innen unterstützt.
  • Genialer Schachzug: es wird nun eine Planungsgruppe gegründet, bei der die Vertreter der Städte, des Landes und des Bundes die Kostenbeteiligungen weiter klären sollen. Dabei ist anscheinend schon klar, dass Städte und Land etwas zu den Mehrkosten für einen kleinen Deckel beisteuern. Die Leibnizstraße bleibt dabei weiterhin ein Spielball, der nach Belieben hin- und hergeworfen werden kann - ohne wirksame Beteiligung der Öffentlichkeit. Zur Erinnerung: als Böblinger Nordtangente ist die Leibnizstraße noch nicht einmal fertig geplant. Wir werden sehr wachsam sein und parallel dazu ein Bewußtsein für die positiven und überregionalen Auswirkungen einer sinnvollen Nordtangente schaffen.

Ansonsten war niemand zu sehen oder zu hören, der einer bewundernswert überlegenen Parlamentarischen Staatssekretärin Frau Roth die kommunalen, regionalen und/oder landespolitischen Dringlichkeiten und Bedürfnisse in diesem Zusammenhang nachdrücklich vorgetragen hätte.

4. und 5.4.2008

"......Die Leibnizstraße kann dann eine Anliegerstraße sein." "Die Leibnizstraße braucht keine Anbindung an das Flugfeld, wenn......." Diese Aussagen stammen von ausserhalb der Böblinger Stadtgrenzen. Man hatte uns dort bereits verkauft. Schönen Dank an die gewählten und nicht gewählten Vertreterinnen und Vertreter unserer Interessen!

Befürchtungen:

Die 15 Millionen für den Tangentenbau und die Entlastung der Innenstadt werden wohl dem Bund geschenkt, damit ein kleines Deckelchen auf die Autobahn kommt. Die Stuttgarter Straße, FLS, Landhausstraße und die gesamte Böblinger Innenstadt werden dafür bezahlen und zum Verkehrs"mülleimer" für andere Interessen gemacht. Die Tangente ist damit in Frage gestellt. Das wird weder die Anwohner, noch die Verkehrsteilnehmer freuen. Wie die letzten Tage gezeigt haben.

8.4.2008

Erfreulich: es scheint sich weiter zu bestätigen, dass eines unserer Anliegen Gehör gefunden hat. Bleiben weitere.....

9.4.2008, 1.25 Uhr, Träume

Dieser 3.4.2008. Der war sehr seltsam. Wie die 2 Wochen davor. Vielleicht empfinde ich das so, weil ich heute von vielen sinnvollen Lösungen träume und in der letzten Zeit Menschen kennenlernen durfte, die Großes bewegen können. Mit manchen habe ich sogar deutliche Worte gewechselt - und trotzdem war es gut..... irgendwo brennt ein Licht.. ..und in unserer Landeshauptstadt gibt es sehr fähige Menschen......in Berlin auch......und in Sindelfingen.....

9.4.2008

Spekulationen:

Demnächst gibt es ja den "Weg zu einem neuen Generalverkehrsplan" für Böblingen. Großes ehrliches Kompliment an das RP Stuttgart wegen des konsequenten und nicht endenwollenden Misslingens der Auskunftserteilung über den Verlauf der U6 Sifi-Ost. So etwas ist mir vom RP absolut unerklärlich. Also muss es wohl Absicht sein. Selten hat man mich dermaßen ver....... (außer am 3.4. mit einem Hubschrauber). Vielleicht gibt es ja eine positive Überraschung und das alte Schild in Sindelfingen kann gleich hängen bleiben. Wehe, wenn nicht! Jedenfalls werde ich bis zum 18.4.2008 (vormittags) nicht mehr allzu aufdringlich nachfragen. Höchstens in Sindelfingen, die müssten nämlich nicht nur eine, sondern mindestens 3 von 5 Umleitungen freiwillig übernehmen - Zusammenarbeit auf Augenhöhe und so (Einwohnerzahl, Ein- Auspendler über das Böblinger Stadtgebiet, innerstädtischer Sindelfinger Verkehr auf der Leibnizstraße, usw.. ).

9.4.2008

Die Intrigen laufen schon wieder auf Hochtouren. Manche haben es noch nicht gelernt. Nachsitzen!

14.4.2008

Man fragt sich, was das Schild an der Leibnizstraße in Fahrtrichtung Breuningerland  ("Altstadt Böblingen" - nach rechts zeigend in Richtung Friedrich-Gerstlacher-Straße) bewirken soll.

16./17.4.2008

Aufgeschnappt: insgesamt scheint man noch nicht begriffen zu haben, dass das Kreisstrassenargument nicht zieht und die StVO die rechtliche Grundlage für verkehrsrechtliche Anordnungen ist. Ebensowenig will man einsehen, dass es Grenzwerte für Lärm gibt. Stattdessen wird empfohlen, ein Partei-Papier aus den 90er-Jahren zur Lärmproblematik zu studieren. Ach ja, Lärmgrenzwerte gibt es nicht - und man solle nicht so oft mit Lärm argumentieren. Gute Idee. Wir fordern jetzt einen Schutz der Abgase gegen die brutal atmende Anwohnerschaft!

Hoffnung: wie es aussieht, gibt es seit unserem letzten Schreiben starke Kräfte, die sich mehrfach zu Wort gemeldet haben und die Durchführung der Leibnizstraße zum Flugfeld befürworten.

Die Erkenntnis, dass es sich bei der FLS um ein Wohngebiet (mit Schallrohreffekt) handelt, ist allerdings noch nicht sehr weit fortgeschritten. Auch nach 40 Jahren nicht und schon gar bei Gewichten über 7,5 to.

Insgesamt ergibt sich bis heute - und im besten Fall - folgendes Zukunftsbild: Die Hauptverkehrsachsen werden z.T. auf die Tangenten verlagert. Die innerstädtische Hauptverkehrsachse Wolfgang-Brumme-Allee wird lahmgelegt, der Schloßbergring ebenfalls von "verlagerungsfähigen Verkehrsanteilen" entlastet und der Anschluß BB/Sifi hauptsächlich für das Flugfeld und Sindelfingen da sein. Die neue (Ersatz-)Hauptverkehrsachse verläuft entlang der alten B 14 durch die Friedrich-List-Straße und in Gegenrichtung teilweise durch die Landhausstraße. 

Anm.: Wir werden bereits wieder als Hauptverkehrsstraße vergleichbar der Wolfgang-Brumme-Allee bezeichnet.

Da ist es unerheblich, ob sie durch ein Wohngebiet führt, weil nämlich wichtig für den Verkehr! Vor allem für den Schwerlastverkehr. Man will uns weiterhin beerdigen.

Teilweise wird seit Wochen dreist behauptet, dass wir durch den Kreisel weniger Verkehr haben werden. Auch die Formulierungen "weniger Verkehr als prognostiziert" oder "weniger Verkehr im Sinne der prognostizierten Steigerung" (22.000 statt 25.000?) gewinnen stark an Beliebtheit.

Befürchtungen:

Wahrscheinlich wird auch der Begriff "überörtlicher Durchgangsverkehr" "richtig" gestellt, das gesamte Stadtgebiet (oder sehr große Teile davon) in die Beurteilung von Quell- und Zielverkehr einbezogen, Umfahrungsmöglichkeiten ignoriert, endlich das Wort " kordonüberschreitender Verkehr" eingebracht und Wohngebiete mit Hauptverkehrsstraßen verglichen. Der Kreisel muss brummen! Hör -, äh denk mal!

Die neue Sprachregelung wird heißen: Die FLS bekommt durch den Kreisel weniger Verkehr. Die nackte Wahrheit wird sein: 12 -15.000 Kfz mehr.

Oder gibt es doch eine Verbesserung? Und wir bemerken das womöglich gar nicht?

Denn 12.000 bis 15.000 mehr Fahrzeuge sind deutlich weniger als 20.000 mehr Fahrzeuge. Das muss aus Gerechtigkeitsgründen auch gesagt werden. Und überhaupt: durch die allgemein geringere Steigerung des Verkehrsaufkommens sind es auch noch mal weniger mehr als noch mehr mehr. Das ist doch was.

So kann man/frau/rat auch den Wahlkampf durchstehen und dabei munter weiter die Vernichtung unserer Wohngebiete abnicken. Alle paar Monate ein Schrittchen voran. Ende 2009 ist dann alles vorbei bzw. der Brummkreisel brummkreiselt wunder-wunderschön.

Und für die Liststräßler wird auch etwas getan, weil das neue kommunale Beihilfeprogramm die vielen Umzüge in honoratiorable Wohngebiete unter Tempo 50 mit 5 € pro Trommelfellschaden bezuschusst.

18.4.2008

Habe ich mich getäuscht (aber nur in manchen Punkten)! Unser neuer Verbündeter (aber nur in manchen Punkten!) heißt Herr Oberbürgermeister. Zwar wurde der Durchgangsverkehr angesprochen, auch das Wort "Kordon" fiel und sowohl der Kreisel als auch die sinnlos-absurde "Flaniermeile" Wolfgang-Brumme-Allee mit "urbanem Ambiente/Flair" (gut ausgestattete Tankstelle, gemütliche Parkhäuser, archtitektonisch wertvolle Fußgängerbrücken nebst attraktiven Gebäuderückseiten) wurden, wie erwartet, von der brummigen Bürgerschaft nahezu einhellig abgelehnt. Denn der Preis für die kosmetische Amateurbehandlung der wichtigsten und wohnbebauungsfreien Hauptverkehrsstraße Böblingens besteht

a) in der Lahmlegung einer bewährten Hauptverkehrsstraße und einer Umlenkung von u. E. 80% des Verkehrs in Richtung FLS,

b) in der Vernichtung von Wohngebieten und

c) in der Zerstörung der Gesundheit der betroffenen Anwohnerschaft.

Jedoch gab es in manchen Punkten (aber nur in manchen Punkten!) Erstaunliches zu hören. Der vom Planungsbüro festgestellte DTV (tägliche Verkehrsdurchschnitt) für die FLS war gerade so akzeptabel (7.500 Kfz/Tag), die anderen Zahlen ebenfalls. Und - beinahe schon als sensationell zu bezeichnen -, die Zahlen für den Gesamtverkehr und für die einzelnen Straßen passten zu Sindelfinger Daten. Eine gewisse Schwankungsbreite gibt es immer, aber die blieb im Rahmen. Es lohnt sich deshalb (noch) nicht, die festgestellten aktuellen Daten intensiv zu hinterfragen.

Was die Prognosen angeht, wurden einige nicht nachvollziehbare bis absurde Werte präsentiert. Es gibt dazu zwei Möglichkeiten:  

a ) Es wird im Hintergrund etwas geplant, das die Innenstadt deutlich, und die Gesamtstadt etwas entlasten wird.

b) Die nicht nachvollziehbaren Zahlen sind taktische Manöver, um Ruhe in die Stadt zu bringen. Eine Stadt, die wohl die höchste Bürgerinitiativendichte Deutschlands aufweist.

Wir müssen dranbleiben.

Ansonsten gab es einen munteren Schlagabtausch, bei dem wir - kaum fassbar - OB Vogelgsang in manchen Punkten (aber nur in manchen Punkten!) deutlich unterstützt haben.

Was speziell die FLS angeht, sieht die Prognose für das Jahr 2020 einen DTV von 3.800 - 4.000 Kfz/Tag vor. Damit sind die Lärmgrenzwerte zwar immer noch überschritten und das Verkehrsaufkommen läge weiterhin beim Anderthalbfachen einer Kreisstraße, aber dies wäre eine deutliche Entlastung. Wie diese - aus heutiger Sicht absolut unmögliche - Zahl herbeigeführt werden soll und ob in der Zwischenzeit nicht doch eine Steigerung zu erwarten wäre, blieb trotz mehrfacher Nachfrage ein geheimnisvolles Mysterium. Nach ersten Gesprächen scheint sich das Wort "absurd" für diese Prognose durchzusetzen.

Die Nordtangente war ebenfalls ein Thema. Zu dieser gibt es unterschiedliche Standpunkte, die verständlich sind. Es scheint sich jedoch mehr und mehr herauszukristallisieren, dass die Leibnizstraße mit dem dringend notwendigen Lärmschutz versehen und zum Flugfeld durchgeführt wird. Eine andere sinnvolle Lösung der verkehrlichen Probleme in der Innenstadt und der Wohngebiete/bebauung entlang der Stuttgarter Straße, FLS, Landhausstraße und Sindelfinger Straße gibt es nicht. Gleiches gilt in etwas geringerem Umfang für die Gesamtstadt.

Bald sind Gemeinderatswahlen. Zwei Kandidaten könnten eventuell schon empfohlen werden, auch wenn einer davon vielleicht nicht so ganz auf unserer Seite ist und etwas ruhiger wohnt. Trotzdem - er kümmert sich die Bürgerinnen und Bürger und vertritt auch deren berechtigte Interessen.

Ach ja, da waren doch noch manche Aber-Punkte. Einer betrifft die Autobahn-Umleitungen. Der Brummkreisel soll auch für diesen Fall den Verkehrsdurchsatz erhöhen, wurde gesagt. Im Umkehrschluß bedeutet dies, dass der Umleitungsverkehr nicht komplett aus der Innenstadt herausgehalten werden soll/kann. Die Ausmaße sind nicht klar und wurden auch nicht hinterfragt. Wir werden auch in diesem Fall dranbleiben. Die alte B14 hat ausgedient.

19.4.2008

Erstaunlich: am 17.4.2008 haben wir mehrfach gehört, dass für die FLS 7.500 Fahrzeuge/Tag festgestellt wurden. Heute lesen wir in der Zeitung, dass es nur 6.700 seien. Diese Zahl ist absolut inakzeptabel. 7.500 gehen grade noch so, wenn man realitiven Frieden halten will. Hoffen wir, dass es nur ein kleiner Fehler war. Sollte sich anderes herausstellen, wird es interessant - in der ganzen Stadt. Und in Sindelfingen.

Die Verkehrszahlen im Amtsblatt (Geschwindigkeitskontrollen) wären in diesem Zusammenhang möglicherweise auch sehr interessant.

Heftig: in den letzten Tagen habe ich mehr als einmal gehört, dass die Autobahnumleitung durch die FLS führe. Und deshalb sei es normal, dass es ein höheres Verkehrsaufkommen gäbe. Hoffentlich sind es nur Behördenangehörige und Verkehrsteilnehmer, die noch nicht ganz auf dem aktuellsten Stand sind.

Beruhigend(?): nachdem in den letzten Wochen die FLS mehrfach als Hauptverkehrsstraße bezeichnet wurde, sprach OB Vogelgsang am 17.4.2008 zweimal von einer Nebenstraße.

Seltsam. Keiner weiss etwas über die Fahrbeziehungen zwischen den einzelnen Stadtteilen. Ohne diese Informationen kann die Verkehrssituation nicht einmal ansatzweise beschrieben und  bewertet oder irgendwelche Lösungen einer seriösen Diskussion unterzogen werden. Aber dass alles gar nicht so schlimm ist, das weiss OB schon. Die Aussage, dass der Verkehr zwar gestiegen sei, aber nicht so hoch, wie vor 20 Jahren befürchtet, ist ebenso merkwürdig, wie die wohl absolut neue Erkenntnis, dass der Durchgangsverkehr sich halbiert hätte. 

Doch auch diese Aussage, vor allem mit der Basis 1989 bis 1992, als es noch keine durchgängige Leibnizstraße und auch keine Panzerstraße gab, ist zu bezweifeln. Der Verkehr ist wahrscheinlich so weit gestiegen (umgerechnet von 2020 auf 2008) , wie befürchtet, aber zig Tausende fahren jetzt schlichtweg auf anderen Routen durch das Stadtgebiet.

Einige Überlegungen dazu:

Das heißt doch im logischen Umkehrschluß, dass seit mindestens 10 - 15 Jahren keine Verkehrszahlen mehr ermittelt wurden. Toll ist auch die neueingebaute 180-Grad-Blitz-Kehre bei den Umfahrungen, die nun urplötzlich alle sehr gut angenommen wären. Das war bisher nur bei der Panzerstraße der Fall.

Etwas einfacher wäre es gewesen, ganz direkt zu behaupten, dass der Verkehr sogar abgenommen habe (weil er nicht so hoch gestiegen sei, wie 1992 für 2020, 2100 oder 3000 befürchtet) und abzuwarten, ob überhaupt jemand etwas bemerkt. Die Headbanger-Truppe namens Gemeinderat jedenfalls ist mehrheitlich mit Abnicken derart beschäftigt, dass von dort wohl keine Gefahr droht. Die wenigen "Widerständler, Querulanten, Immerdagegenseier und Protestanten" kann stadt ja mit der Androhung einer Sonderklausur in der prämanifestierten Flaniermeile Wolfgang-Brumme-Allee gefügig machen. Der dortige Lärm und die Abgase, die die Wohngebiete wohl bald abbekommen werden, sind recht wirksame Mittel zur Herabsetzung des Wohlbefindens dieser "eklen Minderheit".

Übrigens, es wurde bereits geäußert, dass die Gesamtzahl der Fahrbewegungen innerhalb der Stadt nicht ermittelbar/ermittelt worden sei.

Naja, wenn alle merkwürdigen Dinge mal zusammengefaßt werden, dann bestehen schon ordentliche Zweifel....... 

21.4.2008

Kaum hat die Leise A 81 dafür gesorgt, dass die dringend notwendige Nordtangente in Frage gestellt ist und Sindelfingen die vertrödelte Zeit seit der Erörterungsverhandlung für neue verspätete Anschlußwünsche an der A 81 genutzt hat, die bei aller Berechtigung wieder Zeit kosten (warum hat man das nicht bereits vor zwei Jahren gewußt?), gibt es schon wieder neue Probleme.

Der famose Deckel, der angeblich den Lärmschutz verbessert, wurde wohl weder von den Technikern der Initiative, noch vom Regierungspräsidium richtig gerechnet. Er schafft auf Sindelfinger Seite mehr Lärm als die Schallschutzwände (OB Vogelgsang am 17.4.2008, "beim Hotel"). Das beschleunigt die Sache natürlich ungemein. Man fragt sich, weshalb nicht von Anfang und von allen Beteiligten (Städte Böblingen und Sindelfingen sind auch gemeint) durchgehend eine großzügige Tunnellösung gefordert wurde, statt unproduktives Kleinklein-Hickhack durchzuziehen. Und wir alle haben mitgemacht, (manche haben sogar unterschrieben), weil wir Vertrauen in eine durchsetzbare und sinnvolle Lösung hatten.

Erst mal Schallschutzwände, dann höhere Schallschutzwände, die dann doch zu hoch waren, dann verbesserter Lärmschutz durch Teildeckelungen, 14 Monate später Deckel mit Hubschrauberflug, darauf folgend eine Planungsgruppe - und nun stellt sich heraus, dass die Deckellösung in Sindelfingen mehr Lärm produziert, als die zu hohen Wände (OB Vogelgsang am 17.4.2008 "beimHotel"). Was soll das? Wollen Land, Bund, Initiative und Städte eine möglichst lange Verzögerung erreichen? Bekommen wir jetzt womöglich wieder die ekelhaften Wandmonstren serviert, die wir von Anfang an hätten haben können?

Wahrscheinlich gäbe es inzwischen einen Planfeststellungsbeschluß für eine noch bessere Lösung, als diejenigen, die zur Zeit im Gespräch sind. Und wahrscheinlich würde der Bund auch die gesamten Kosten tragen, so wie es rechtlich korrekt und an anderer Stelle auch möglich ist.

Doch damit nicht genug. Die Initiative hat es auch geschafft, unter Ausnutzung der fortschreitenden politischen Schwäche eines immer unglücklicher agierenden Böblinger Oberbürgermeisters eine rechtlich fragwürdige Gesamtbetrachtung des Lärms entlang der Autobahn zu erreichen, - obwohl kommunale Lärmschutzmaßnahmen an der Nordtangente bereits zugesagt und lt. OB bei der Mittelbereitstellung bereits berücksichtigt waren.  Die ermöglicht es dem Bund nun, seine finanziellen und sonstigen Interessen über den Umweg der dringend notwendigen Nordtangente noch brutaler durchzusetzen. Vielleicht ist das sogar gewünscht? ....Schwarzer Peter..... Wenn die Nordtangente tatsächlich 46 Millionen kosten sollte, wird das Geld knapp, vor allem, wenn der untaugliche Deckel mitfinanziert werden soll. Da könnten OB und Gemeinderat schon auf die Idee kommen, den fälligen Lärmschutz an der Leibnizstraße samt der teuren Durchführung zum Flugfeld einzusparen. Schuld hätte dann natürlich der weit entfernte böse Bund. Oder das Land. Oder oder oder. Die FLS bekäme jedenfalls 25.000 Fahrzeuge und die Innenstadt ihre Dauerverstopfung.

Auch Sindelfingen hat nun direkten und indirekten Zugriff auf sämtliche Böblinger Innenstadtplanungen. Die Entlastung der Neckar- und Mahdentalstraße funktioniert im Übrigen ganz hervorragend mit der bestehenden Leibnizstraße. Eine durchgehende Tangente würde die Sache sogar etwas erschweren. Da kommen doch Gedanken auf....Sindelfingen, Leise A 81, Zeitverlust, Bund will nicht finanzieren, OB hat nicht genügend Geld, seltsame Prognosen, schönreden, mit zweifelhaften Zahlen operieren

Doch auch damit noch nicht genug: man will dem Bund Teilplanungen der Nordtangente in Zusammenarbeit mit der Bahn überlassen. Wo bleiben die Gemeinderäte? Wissen diese, was geschieht? Die Planungshoheit der Gemeinde existiert immer noch. Es reicht eigentlich, dieses Wort einmal auszusprechen, um sie zurückzubekommen.

Wenn es so weitergeht, muss vermutet werden, dass bis zum Abschied des OB die wichtigste Böblinger Hauptverkehrsachse lahmgelegt wird, ohne dass die entstandenen Probleme auch nur ansatzweise gelöst sind. Dafür steht dann der Brummkreisel als Denkmal für einen gescheiterten OB nebst hilflosem Gemeinderat. Und die Nordtangente wird beerdigt. WIr brauchen Hilfe von außen. Dringend.

Ein neues Verkehrszahlengerücht:

Für das Jahr 2012 gibt es wohl doch eine neue Prognose. Laut dieser werden - unter Berücksichtigung des neuen Busbahnhofs, des Brummkreisels und einer Teilaufsiedlung des Flugfelds - 23.900 bis 25.500 Kfz/Tag für die Wolfgang-Brumme-Allee vorausgesagt. Von einer Nordtangente wird dabei nicht ausgegangen. Das stinkt ganz gewaltig. Auch, weil eine ganz konkrete Nachfrage in dieser Richtung damit abgetan wurde, dass keine Berechnungen für Zeitpunkte vor 2020 existierten. 

Für die Richtung in und aus Friedrich-List-Straße bedeutete das eine Zunahme von rechnerisch 4.700 Kfz/Tag bis 2012. Werden die Faktoren "Schönrechnen für Auftraggeber", die konsequente Verweigerung verkehrsrechtlicher Anordnungen, die weitere Vorhaltung der Leibnizstraße für den innerstädtischen Querverkehr Sindelfingens, die Entlastung des Schlossbergrings, die Bebauung des alten Busbahnhofs, die üblichen Staus auf der A 81, sowie das brummkreisel- und verengungsbedingte Abhängen der AS Böblingen/Sindelfingen mit einbezogen, darf m.E. ruhig verfünffacht werden.

Wie die Prognose für 2020 mit 3.800 bis 4000 Kfz/Tag für die FLS zustandekommt, wird wohl ein Geheimnis bleiben müssen.

Ich fühle mich jedenfalls wieder gründlich belogen und betrogen.

Es gibt m. E. noch andere Dinge, die wesentlich schlimmer sind, und vieles, wenn nicht alles, erklären können. "Mal abwarten und Festplatte neu formatieren."

22.4.2008

"Festplatte" doch nicht neu formatiert, dafür defragmentiert. War auch ganz gut.

Aber sonst, schlimm, schlimm. Wenn es so weitergeht, wird's so bald nix mit der Nordtangente oder der A 81. Die Bahn wurde wegen der Brückengeschichte über der Querspange/A81 anscheinend noch gar nicht weiter einbezogen und beim RP (=Bund) stagniert die Arbeit am Planen (für die Bahnbrücke) wegen der Deckelgeschichte. Zusammen mit den anderen Gesichtspunkten sieht es mehr als mau aus.

Die Stadt Böblingen redet und redet für den Restmülleimer, getan wird seit Jahren nichts Richtiges. Wegen der Zusammenarbeit und der Kostentragung mit dem Bund gibt es seit Jahren ein Vertragspapierchen, auf das zwar ständig hingewiesen wird, das aber bis heute nicht unterschrieben ist. Auch die Querspange ist noch nicht einmal rechtskräftig planfestgestellt. Wir werden immer dreister hinters Licht geführt.

Die vom OB am 17.4.2008 angesprochene zusätzliche Lärmproblematik in Sindelfingen (wegen des Deckels, s. o.) stellt sich so dar: statt einer durchgängigen Lärmschutzwand soll ja teilweise ein Deckel(chen) her. Dieses Deckelchen macht natürlich an dieser Stelle eine Lärmschutzwand unnötig. Dadurch ( hier kommt wieder diese lächerliche "Gesamtlärmbetrachtung" ins Spiel) schallt es dann von der Leibnizstraße nach Sifi rüber.

Überlegungen:

1.) Letzteres ist rein rechtlich völlig unerheblich, da die Schallquelle so weit entfernt ist, dass keine (rechtlich) relevanten Werte auftreten werden (Was nicht heißen soll, dass wir den Anwohnern dort den Lärm zumuten wollen - wir haben ihn direkt vor unserer Haustüre und wissen , dass er krank macht. Deshalb, nicht aufregen - weiterlesen.).

2.) Für die Nordtangente entlang der Leibnizstraße ist bereits ein Lärmschutz angedacht/eingeplant/zugesagt. Wohl nur auf der Seite Richtung Böblingen. Ein paar Meterchen mehr auf der Seite Richtung Sindelfingen sollten da kein Problem sein, auch nicht für das Sindelfinger Stadtsäckel. Die Leibnizstraße ist heute schon eine innerstädtische Querspange für Sindelfingen. In Zukunft soll diese Funktion noch erweitert werden, drum redet und schreibt planungsman/planungsfrau bereits von der "Querspange Sindelfingen - Böblingen". Also gibt es kein unlösbares Problem.

3.) Da Sindelfingen seine extra ausgebaute "Stadtautobahn" Neckar-/Mahdentalstraße seit langem auf Böblinger Kosten entlastet hat, auch aktuell weiterhin entlasten will (war mal U 6 Sifi-Ost, heute ist diese U 6 auf der Leibnizstraße; auch U 13 hat sehr interessanten Verlauf, ebenfalls auf Leibnizstraße), und dies bei einem schwachen Böblinger OB wohl auch durchziehen kann, wird es noch mehr Verkehr auf der Leibnizstraße/Nordtangente geben. Deshalb und auch aus anderen Gründen fährt seit 14 Jahren der Böblinger Wild-Ost/Nordverkehr samt LKW unnötigerweise durchs Wohngebiet Friedrich-List-Sraße, statt über die wohnbebauungsfreie Leibnizstraße. Deshalb werden auch bis heute alle, auch nur in geringster Weise wirksamen Maßnahmen zur Entlastung der FLS hartnäckigst vom OB verweigert, gestützt von einem ohnmächtigen und teilweise desinteressierten / desinformierten Gemeinderat, der brav sitzen bleibt und im Takt eines Wackeldackels abnickt. Das kann so nicht weitergehen.

4.) Im Ostgebiet Böblingens gibt es ausser unseren Wohnstraßen ebenfalls einige Wohnhäuser, die wirklich hart getroffen sind, speziell an der Vaihinger Straße. Dort rumpelt die Bahn, von der Autobahn gibt es Lärm,  auch von der Sindelfinger Straße und zukünftig vielleicht auch noch von der Nordtangente. Ein sinnvoller Lärmschutz ist aber auch dort möglich, sogar schon heute. Die Stadt hat allerdings (noch) nichts unternommen.

5.) Wenn die Autobahninitiative deshalb die Nordtangente verhindern will, ist das zwar verständlich, aber im Sinne der gesamten Ost- und Innenstadt wäre es wesentlich sinnvoller, sich für einen wirksamen Lärmschutz entlang der Nordtangente einzusetzen und damit unserem jahrealten Vorschlag endlich zu folgen. Bis jetzt münden diese Aktivitäten lediglich in weitere Verzögerungen (einschließlich wahltaktischen Störfeuers) hinsichtlich des Ausbaus der A 81 und der Nordtangente.

In anderer Sache:

Puh, manchmal helfen Hintergrundgespräche, auch wenn die Hosen voll sind. Etwas Erleichterung gibt's deshalb heute doch noch.

23.4.2008

Es ist nicht zu fassen. Was ist heute (morgens und am frühen Vormittag) los? Schon in der Nacht war es möglich, einigermaßen durchzuschlafen. Aber heute morgen erst: kaum 30- und 40-Tonner, Busse fahren anwohnerschonend, es sind für einige Firmen kleinere LKW unterwegs, fast alle fahren diszipliniert, ein sensationell niedriger Durchgangsverkehr (75%), nur 392 Kfz /Stunde. Und dabei ist Mittwoch, der 23.4.2008, also sind wir mitten in der "Schaffzeit". Wenn das so weitergeht, können wir Ende des Jahres vielleicht sogar wieder wohnen.

Es ist nicht zu fassen. Das übliche, sattsam bekannte Spielchen. Man hat nichts, aber auch gar nichts dazugelernt. Die eine Straße wird weiter gegen die andere ausspielt. Das ist kein Verkehrskonzept, sondern eine ausgemachte Unverschämtheit. Andere Begriffe lassen wir an dieser Stelle (noch) mal weg. Die jahrelang betriebene Blockade-, Intrigen-, Verweigerungs- und  Kompetenzvermeidungspolitik hat heute einen neuen Höhepunkt gefunden. Mehrfach bestätigt: die bekannten Schwerlastkandidaten und der weitere Durchgangsverkehr wurden/werden wieder mal durch den Schloßbergring gestaut - und zwar wie noch nie. Dort stinkt es fürchterlich (letzte Meldung um 11.15 Uhr). Der Schloßbergring ist mag zwar kein Wohngebiet sein, aber das Erlebte dort ist ebenfalls unerträglich. Die Panzerstraße, AS BB/Sifi, AS BB-Hulb, AS Ehningen, B464, Leibnizstraße, Wolfgang-Brumme-Allee führen ebenfalls auf die Tübinger, Herrenberger Straße, auf die Hulb oder ins Umland. Es wird Zeit, dass der Einzelhandel am Schloßbergring sich endlich öffentlich zu Wort meldet. Dieses Spiel sollten wir nicht mit uns treiben lassen. Herr Oberbürgermeister, es reicht endgültig!

Seit 11.00 Uhr fahren im Schnitt wieder 8 Schwer-LKW über 7,5 to/h  durch die FLS. Wir werden weiter beobachten.

Neue Information kurz nach 12 Uhr:

Am Elbenplatz hat es morgens wohl einen Unfall gegeben, der dazu geführt hat, dass der Verkehr von der Stadtgrabenstraße nicht richtig abfließen konnte. Der Effekt war bis 9.30 Uhr anscheinend zu bemerken. Normalerweise wird in so einem Fall kräftig über die FLS gefahren, vor allem seitens der Brummis. Damit hätte bei uns ein satter Stau entstehen müssen, (obwohl das Verbleiben auf der Autobahn oder die Route Leibnizstraße/Flugfeld/Hulb/Calwer/Herrenberger/Tübinger Straße logischerweise besser wäre). Das Gegenteil war jedoch der Fall. Da muß jemand mit allen Mitteln versucht haben, den Verkehr woanders hinzulenken. Die Leibnizstrasse war jedenfalls nicht stärker frequentiert, von der Autobahn, Flugfeld, Herrenberger B 464, ist bis jetzt auch nichts bekannt,.....nur vom Schloßbergring, trotz des Unfalls...... Mal abwarten, was es noch Interessantes zu hören gibt.

Liebe Brummifahrer,

1.) Der/das sehr kurzfristige Spurwechsel(nwollen) am Listplatz ist gefährlich. Auf den letzten 10 Metern von der Geradeausspur Richtung FLS auf die Linksabbiegespur in die Sindelfinger Straße zu wechseln, gefährdet die Verkehrsteilnehmer, die bereits dort unterwegs sind.

2.) Böse "nichtanliegende" Brummifahrerblicke mit zweiachsigem Anhänger an der Fussgängerampel auf Höhe Kopernikusstraße sind unangebracht. Noch (!) haben wir keine neue Anzeigenaktion gestartet und gestikulieren dafür gelegentlich ein wenig. Wenn nicht einmal gestikuliert wird, so wie im vorliegenden Fall (NR-... .... stadtaus um 11.30 Uhr), sollte man nicht versuchen, harmlose Passanten zu beeindrucken. Wir wissen (teils aus eigener Erfahrung), dass Ihr sehr hart arbeiten müsst und einfach versucht, nicht erwischt zu werden. Aber wir sind auch Menschen. Ihr habt viele Umfahrungsmöglichkeiten - wir wohnen hier. Deshalb heißt es auch Wohngebiet und nicht Häuserrüttelgebiet, Ohrenzerstörungsanlage oder Östliches-Freiwild-Jagdrevier. Lockerbleiben, Umfahrungen nutzen und uns bei der Tangentengeschichte unterstützen, damit Ihr zukünftig schneller ans Ziel kommt. Damit ist allen geholfen.

Danke.

24.4.2008

Der Lärmterror geht weiter. LKW, Busse, sonstige Lärmer, ohne längere Pause bis ca. 15 Uhr. Danach gab es keine weiteren Meldungen, dafür einen wichtigen Termin. 

Unsere Gesundheit und unsere Immobilien sind für die Stadtverantwortlichen, egal ob Gemeinderäte, OB oder Planung nicht viel wert. Im Gegensatz zu anderen Stadtgebieten. Aus der Drucksache 07/244 "Sanierungsgebiet Böblingen-Mitte":"......Es wurden gesamträumliche Betrachtungen für die Innenstadt angestellt und Missstände im öffentlichen Raum sowie der Baustruktur festgestellt. Ergänzend dazu wurden detaillierte Bestandsaufnahmen gemacht. Sämtliche Gebäude wurden von außen in Augenschein genommen, die Nutzungen und Eigentumsverhältnisse recherchiert, die Bewohnerstruktur analysiert und schließlich auch die Mitwirkungsbereitschaft der Eigentümer und Mieter abgefragt. Neben Begehungen und fachlichen Beurteilungen konnten aus den beantworteten Fragebögen der Immobilieneigentümer und -nutzer Erkenntnisse über die einzelnen Gebäude, Probleme und die Mitwirkungsbereitschaft sowie Veränderungsabsichten gewonnen werden......."

Welche Sorgfalt. Schön für Böblingen-Mitte. Was uns angeht, ich kann mich noch gut daran erinnern, dass 2006 seitens der Verwaltung mehrfach abgestritten wurde, dass es in der FLS überhaupt zu Staus kommt, obwohl diese seit Jahren bundesweit berüchtigt waren. Wir sind halt der (Verkehrs-)Mülleimer für die ganze Stadt.

Der o.a. Termin war zwar ein Behördengang (Regierungspräsidium), nichtsdestotrotz war es geradezu erholsam, mit nichtfeindlich eingestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu sprechen. Die neu eingerichtete Planungsgruppe zum Ausbau der A 81 tagte zufälligerweise zeitgleich im selben Gebäude. Leider haben, wie erwartet, alle eisern dichtgehalten. Das ist zwar nicht unbedingt ein gutes Zeichen, dennoch vertrauensbildend. Der Vorteil: die Angelegenheit ist damit vor dem direkten Zugriff von kleinlichen Sonder- und Einzelinteressen geschützt - und der Ausbau kann nicht künstlich verzögert werden. Was jedoch niemanden daran hindern soll, seine Meinung begleitend und öffentlich zu äußern.

Was ich für die IG FLS hiermit tue: die Nordtangente muss eine eigenständige und leistungsfähige, (lärmabgeschirmte) Strecke über die zum Flugfeld durchgeführte Leibnizstraße sein. Alles andere ist ........einfach pfui!

Vielleicht weiss die Bahn seit meinem Anruf von dieser Woche endlich etwas davon, dass seit einigen Jahren ein Planfeststellungsverfahren wegen der Eisenbahnbrücke über die A 81/Querspange ansteht.  Dass diese Angelegenheit, für die die Bahn zuständig ist, derzeit aber anscheinend vom Bund mit abgearbeitet werden soll, wegen der Deckelgeschichte allgemein stagniert, ist ebenfalls kein guter Ausblick.

In diesem Zusammenhang: einen ganz lieben Gruß an die "mit Hochdruck an der Nordtangente" planenden Verantwortlichen bei der Stadt Böblingen für diese netten Aussagen anno 2006. Wir wissen jetzt, das an allem, außer der Nordtangente mit Hochdruck geplant wurde - s.o. "Sanierungsgebiet Böblingen-Mitte". Ein paar Zuschüsse auszumachen, die Hauptverkehrsachse lahmzulegen und den Ersatz dafür zu vergessen, ist natürlich wesentlich wichtiger.

Vorschlag: die Wohnbevölkerung sollte im neuen Stadtleitbild einfach ganz offen als Störfaktor bezeichnet werden, der durch Vergessen und Totschweigen zum Wohle von missglückten Flaniermeilen ausgeschaltet werden muss.

Ganz allgemein: dokumentierte Antworten sind einfach toll. "Ein Versprechen kann man brechen, doch gibt es etwas schwarz auf weiss, existieret ein Beweis." Diesen Satz eines mir bekannten Dichters hätten wir uns schon viel früher zu eigen machen müssen. Damit wäre aber die gesamte Stadtplanung ausschließlich mit der Planung von Erklärungen für frühere Antworten beschäftigt. Das wollen wir nicht. Besser, man macht jetzt endlich mit der Nordtangente weiter.

25.4.2008

Sindelfingen sah gestern im RP nicht allzu unglücklich aus.

Befürchtung: "Tausch" von Tangente/Durchführung der Leibnizstraße, Mitfinanzierung der A 81 und Anschluß Sifi-Ost gegen eine neue Zu- und Abfahrt (Nähe Breuningerland).

Dadurch Erhalt und noch größere Nutzungsmöglichkeit der innerstädtische Sindelfinger Querspange auf Böblinger Gebiet (nicht durchgeführte Leibnizstraße). Neckar- und Mahdentalstraße können entlastet werden. Gemeinsame Stadt vorausgesetzt oder nicht: zusätzliche Wählerstimmen im Unteren Lauch für "Sindelfinger" Kandidaten aus Böblingen möglich. Guter Plan. Wenn wir diesen Herrn Mescher für Böblingen gewinnen könnten.......

Apropos Kandidaten: die nächste OB-Wahl steht an, der Wahlkampf hat hinter den Kulissen bereits begonnen. Man munkelt, dass "Ein Beliebter Mann" (FLS-Stauverminderer B.) schon Vorbereitungen trifft. Mal hören, wie weitergemunkelt wird. Seit zwei Jahren wurde diese mögliche Kandidatur von seinen Unterstützern jedenfalls etwas zu heftig  abgestritten, um völlig unwahrscheinlich zu sein. Wir haben nix dagegen, außer.......er singt im gleichen Chor wie unsere folgenden "Pappenheimer".

Auch die Gemeinderatswahlkämpfe haben seit einiger Zeit sehr lustig begonnen. Es scheint sich herauszukristallisieren, dass einige unserer "verständnisvollen Unterstützer, die in vielen, aber nicht allen Punkten unserer Meinung sind" sich mehr Wählerstimmen davon versprechen, die FLS, Landhausstraße und die ganze Oststadt untergehen zu lassen. Dabei wird wohl davon ausgegangen, dass die neuen Prognosen und Zahlen für diese Gebiete auch in diesen Gebieten nicht allzu sehr auffallen, oder gar richtig interpretiert werden. Ansonsten könnte der Versuch ganz schön in die Hose gehen. Denn mehr Verkehr in den Wohngebieten ist halt einfach mehr Verkehr. Weniger zusätzlicher künftiger Verkehr ist auch mehr Verkehr. Eine geringere Steigerung als erwartet auch. Das will wohl niemand. Aufpassen, das Bockshorn ist nah. Und manche sind schon freiwillig hineingegangen.

Erfreulich: für Verkehrszählungen muss an manchen Tagen (temperaturabhängig) nicht mehr an die Straße gegangen oder gar das Fenster geöffnet werden. Die aaZ (akustische automatisierte Zählstelle) Kanaldeckel hat ihre Arbeit wieder aufgenommen, nachdem sie weit über ein Jahr ausgefallen war.

Ärgerlich: einige Anwohner haben vor 2 Tagen vormittägliche Termine verpasst. Der allmorgendliche defekte Schulbus hat es versäumt, bergauf deutlich zu beschleunigen. Da fehlt dann das gewohnte, metallisch hackende Lärmereignis. Deshalb ist einigen das Zeitgefühl durcheinander geraten. So geht's ja nun auch wieder nicht. Das nächste Mal bitte vorher Bescheid sagen!

29.4.2008

Da werden im Hintergrund doch kräftigst die Fäden gezogen. Potentielle OB-Kandidaten werden präventiv verbrannt. Man jahnt, dass so manche Freiwählerkraft das landkreispolitische Flächenbrändle zugunsten eines anderen Kandidaten wohl akkurat löschen wírd.

Weiter spekuliert wird, dass dafür in Böblingen mit Hilfe feuerwehrfarbener Politikerinnen und Politiker wohl ein verkehrspolitischer Brand ausbrechen soll, der auch die FLS nicht verschonen will.

Wer es noch nicht bemerkt hat: die glühendsten "Ich-will-kein-OB-werden"-Sager arbeiten im Hintergrund mit brennendem Eifer, damit sie auch oft genug gebeten werden, doch zu kandidieren. Natürlich zum Wohle der Gesamtstadt und zum Untergang der Oststadt. Wenn das mal kein erster Stadtbrand wird. Da hätten wir inzwischen doch etwas dagegen. Die Wählerinnen und Wähler sind frei - so frei, dass sie möglicherweise nicht einmal die Freien Wähler brauchen.

3.6.2008

Endlich wurde es von anderen ausgesprochen, was wir seit Jahren befürchten: da die verkehrliche Gesamtproblematik Böblingens - unter Berücksichtigung der Stadtautobahngeschichte, des begonnenen Wahlkampfes, eines bald scheidenden OBs, der traditionellen Missachtung der Friedrich-List-Straße, mangelnder Entschlußkraft der Verantwortlichen u.a. - nicht lösbar erscheint, feiert der Krampf mit Hilfe von Alternativ-Vorschlaghämmern frustige Urständ: die Friedrich-List- und die Landhausstraße könnten ja z. B.  Einbahnstraßen werden, FLS stadtaus, Landhaus stadtein. Die nächsten Tage in der FLS und parallel dazu werden wohl recht interessante Gespräche bringen.

Übrigens: Höhere Behörden außerhalb von Böblingen haben mehrfach schriftlich festgestellt, dass eine Verkehrsberuhigung in der FLS Aufgabe der Stadt Böblingen ist. Schön, dass wir das nun endlich wissen. Nur die Stadt noch nicht; die spricht noch immer von Kreisstrassen. Dort wurde lange gearbeitet an Sanierungs-Zuschüssen für Böblingen-Mitte mit brummkreiselnder Flaniermeile, die kräftig angefahren werden sollen - und zwar über die voll angeschlossene BB-Ost nebst Wohngebieten. Besser, man hätte die Verkehrsprobleme erst mal gelöst.

Außerdem: bis vor kurzem wußte die eisenbahnbrückenzuständige Bahn AG noch nichts von einem notwendigen Planfeststellungsverfahren wegen der Nordtangente (und Autobahn). Seltsam: die Stadt beteuert seit Jahren, dass "mit Hochdruck" an der Nordtangente geplant würde, die dann endlich die FLS entlasten solle. Bis heute gibt es aber keine durchgängige und rechtskräftige Planung dazu. (Der Brummkreisel ist jedoch beschlossen, obwohl er nur mit Nordtangente funktionieren wird.)

Von anderer Seite wurde zu den Eisenbahnbrücken-Planungen gesagt, dass diese zur Zeit stagnieren würden - wegen der neu eingerichteten Planungsgruppe für den Lärmschutz an Autobahn und Leibnizstraße. Hoffentlich wird es mit dem Autobahnausbau und der Nordtangente noch was - innerhalb der nächsten 20 Jahre. Am Drackensteiner Hang kann rein autobahnmäßig einiges dazu studiert werden. 

Weitere Überlegungen:

Sindelfingen will weiterhin Neckar- und Mahdentalstraße beruhigen. Da braucht es entweder wie bisher die innerstädtische Querspange auf Böblinger Gebiet - eine leicht zugängliche und damit nicht durchgeführte Leibnizstraße - nebst Verkehrsverlagerung in die Stuttgarter und Landhausstraße. Auch die "verlagerungsfähigen Verkehrsanteile" vom Schloßbergring müssten dann durch die östlichen Wohngebiete.

4.6.2008

1.) Nächsten Mittwoch wird der Technische Ausschuss den Brummkreisel vorabnicken. Wahrscheinlich wird es die schlimmstmögliche Version mit einer ungehinderten Zufahrt in Richtung FLS - ohne Fußgängerstreifen und ohne Ampel. Die endgültige Beerdigung der FLS, Landhaus- und Stuttgarter Straße wird dann der Gemeinderat vornehmen und anschließend von einer guten Sache sprechen.

2.) Auch zum Regionalplan wird Stellung genommen. Darin sind die AS BB-Ost als Hauptzugang nach Böblingen und wir als die anschließende Hauptverbindungsstraße vorgesehen. Auch das wird wohl kritiklos übernommen werden, da das sanierte Böblingen-Mitte attraktiv erreichbar sein muß. Und wo ist es schöner und interessanter zu fahren, als durch ein nicht beruhigtes Wohngebiet?

Der Verband Region Stuttgart hat sich trotz Nachfrage dazu ebenso wenig geäußert wie das Regierungspräsidium. Unsere Vertreter/innen im Regionalparlament sollten sich endlich um die Bedürfnisse der Bevölkerung kümmern, statt jedem kleinsten Dorfladen das Warensortiment und die Ladenfläche vorzuschreiben.

6.6.2008: Der Freie-Wähler-Fraktionsvorsitzende, Herr Kuppinger, schreibt im Amtsblatt, dass Lärm krank mache, während er gleichzeitig mit dafür sorgt, dass dieser in Böblinger Wohngebieten erhöht wird. Ein Kommentar hierzu erübrigt sich ebenso wie die seit langem nicht zustandegekommene Dagersheimer Umfahrung.

11.6.2008

Im Technischen Ausschuss lief das Schaulaufen wie vorausgesehen. Alles wurde demütig abgenickt. Die Gegenwehr war schwach und beschränkte sich auf das übliche Häuflein. Kreisverkehr und Verengung der WBA werden vor Autobahnausbau und Nordtangente kommen, zum Regionalplan, der die AS BB-Ost als zentralen Anschluß für BB vorsieht und die FLS als regionale Hauptverbindung zementiert, wurde diesbezüglich gar keine Stellung genommen.

Nachtrag: Einzige Ausnahme war Herr Kurtz, der die Problematik angesprochen hat, ebenso wie diejenige der Autobahnumleitungen, von denen 3 auf der Wolfgang-Brumme Allee laufen (U6 SIndelfingen-Ost, U6 Böblingen-Ost - und über die volle Länge der WBA die U11 Hulb). Herr Kurtz wurde dabei vom OB unterbrochen, der es als "Gerücht, was von bestimmten Leuten aus der Liststraße" in die Welt gesetzt werde, bezeichnete, dass drei Umleitungen auf der WBA verliefen. Das stimme nicht.

Stimmt aber doch, Herr Oberbürgermeister! Dass der Kreisel an der Talstraße (Beschluß aus 05/137, Stufenplan) nun doch nicht gleich gebaut wird, ändert daran auch nichts. Insgesamt scheint die Umleitungsgeschichte ein recht heißes Eisen zu sein, wenn sich Herr Vogelgsang so aufregt, dass er zwei U6en vergisst.

Übrigens, die Verkehrsströme von den U6en laufen bei Staus durch die Stadt in das Umland, nicht wie vorgesehen, auf die AS BB/Sifi. Mit dem vorgesehenen Wegfall der Linksabbiegespur an der Talstraße (in die WBA) und einer wie vorgesehen "beruhigten" Talstraße am Bahnhof (oberirdische Querung statt wie bisher Unterführung nebst Fußgängerzone Uhlandstraße) werden diese zwei Umleitungen faktisch ebenfalls lahmgelegt.

Und das alles soll noch vor dem Autobahnausbau passieren, ohne dass sich die Mehrheit der Ja-Sagerinnen und Ja-Sager im Gemeinderat für die Verkehrsflüsse interessiert. Sämtliche Anträge in diese Richtung wurden außerdem zurückgehalten und/oder abgelehnt. Nochmals Dank an Herrn Kurtz in diesem Zusammenhang, der mit einigen wenigen in dieser Angelegenheit alleine gelassen wurde und trotzdem dranbleibt.

17.6.2008

Morgen ist es soweit: wohl wieder eine gesundheitsschädliche Abnicke-Sitzung des Gemeinderats und anschließend der gesundheitsgefährdende Lärm zu Hause. Ach ja, da war noch was: der Kreisel wird uns entlasten! Weil der Verkehr dann besser in Richtung Stadt fließt! Dass der Lärm, der ohnehin (mit weniger! als den aktuell festgestellten Verkehrszahlen ermittelt) über den Grenzwerten für Gesundheitsgefährdungen liegt, dabei noch weiter zunimmt, ist wohl völlig ohne Belang.

Wenn wir schon bei Umweltthemen sind: dieses Jahr wurde mir auf dem Schloßberg oben u.a. mitgeteilt, dass durch den Kreisel am Listplatz der Verkehr in der gesamten Stadt flüssiger würde. Damit ständen die Fahrzeuge in der Stadt kürzer, es entstünde weniger CO2, was dann letztlich auch der FLS zugute käme. Zu erwähnen, dass dies aber tatsächlich noch mehr (CO2-)Verkehr in die FLS bringt und den Lärm noch weiter erhöht, verbot wohl der Zynismus.

Ebenso, dass der CO2-Verkehr aus Nichtwohngebieten in Wohngebiete verlagert werden soll, damit die Menschen dort weniger Sauerstoff zum Atmen und Stoffwechseln bekommen, dadurch der Grundumsatz sinkt und damit auch weniger CO2 ausgeatmet wird.

Vielleicht sollten zur Abwechslung auch mal die Menschen geschützt werden!

Mehr Kreisel, mehr Lärm, mehr CO2! Für den Verkehrsmülleimer FLS und umliegende Straßen ist jede Argumentation erlaubt, gerne auch das Gegenteil.

Welchen Begriff nutzte OB Vogelgsang bei der Bürgerinformation "Auf dem Weg zu einem neuen Generalverkehrsplan", als er von der FLS sprach? "Nebenstraße.... irgendwann".

Davor waren wir eine "Haupterschließungsstraße", eine "Stadtstraße", eine "Straße für den innerörtlichen Verkehr" usw.. Auch die Landhausstraße trifft es nach Belieben: sie ist nach amtlichem Dokument eine reine Anliegerstraße, dann auch gerne wieder eine Hauptverkehrsstraße wie die FLS.

Tjaja, die Stadtplanung, die Glaubwürdigkeit, die Kompetenz und der Baubürgermeisterinnen-Verschleiß!

19.6.2008

Unser Gespräch mit der Leisen A 81 war sehr interessant. Standpunkte wurden erläutert und verständlich gemacht, einige Missverständnisse ausgeräumt und Möglichkeiten zur Zusammenarbeit angesprochen. Wir werden letzteres in der Straße diskutieren.

20.6.2008

Die vielen Leserbriefe haben die sog. " Wackeldackel"-Mehrheit im Gemeinderat in ihrer gewohnt strammen Haltung zu einem entschiedenen "Jawoll, Herr Oberbürgermeister!" nicht erschüttern können. Die feigenblättrige Bürgerrepräsentative achtet zwar auf ihre eigene Gesundheit, indem sie ihre Halsmuskulatur mit kräftigem Abnicken stärkt, sowie die Rückgratflexibiltät über intensive Demutspositionen erhält, aber die der Bürgerschaft vergißt sie dabei. Oder ist das etwa nur desinteressierte Uninformiertheit: "Durch den Kreisel ändert sich für die List-Straße nichts." war kürzlich aus den weiblichen Reihen der Freien Wähler zu hören. Wenn solch kleine Kompetenz-Brötchen gebacken werden, ist doch alles zu spät. Herr Hinner hat es wenigstens versucht, zusammen mit der üblichen Minderheit, die noch selbst denkt. Tapfer bleiben. 

21.6.2008

Der "Leserbriefbeauftragte" des Gemeinderats:

Herr Hensel verwahrt sich mit köstlichsten Formulierungen gegen die Ansicht, der Gemeinderat kusche vor dem OB. "Es ist nicht vorstellbar, dass ein Gemeinderat vor dem OB kuscht." Vor allem dieser Satz hat in der Anwohnerschaft und bei Interessierten zahlreiche Lachanfälle ausgelöst. Da Lachen auch die beste Medizin ist, um die Gesundheitsschäden durch Lärm und Abgase etwas abzudämpfen, danken wir für diesen Leserbrief. Weiter so! Und das Lesen der Stuttgarter Zeitung könnte auch helfen.

Zur "Beruhigung": der Schaden für die "dortigen Anwohner" der Friedrich-List-Straße ist bereits seit langem eingetreten: die Grenzwerte, ab denen die Gesundheit geschädigt wird, sind deutlichst überschritten (Die Folgen können durch bereits erfolgte Umzüge und Ärzte bestätigt werden.).

Oder:

Man könnte sich zur Abwechslung auch mal informieren, - ja einfach mal umfassend informieren! -(an dieser Stelle auch einen schönen Gruß an die Grünen), statt einem unreflektierten Verteidigungsreflex nachzugeben.

Falls das weiterhin nicht möglich ist, ein Tipp. In Zukunft einfach Folgendes schreiben: "Wir im Gemeinderat sind ganz tolle Leute und ich fühle mich überhaupt nicht dauerbeleidigt durch die uninformierte Querulanten-Bürgerschaft." So was leuchtet auch den störendsten Bürgern ein.

Auch interessant:

Die Verquickungen von Kreisel, Kreissparkasse, OB, Gemeinderat und Politik. Darüber wird noch etwas zu sagen sein. Herr Protze hat das geschickt gelöst; er hat sich an der Verengungsentscheidung nicht beteiligt. Anstand oder Skrupel?

Gerüchte:

1.) Pikante Widersprüchlichkeiten: wie der OB öffentlich zur Nordtangente steht, was bisher angeblich mit Hochdruck geplant wurde und was so hinter den Kulissen abgeht. Tjaja, die Planungsgruppe, die Planungshoheit der Stadt Böblingen und die stadtfernen Interessen.....

2.) OB Vogelgsang berücksichtigt die Interessen und Anliegen der FLS. Und 2010 wäre die Nordtangente da. Und das soll ganz unverfroren sogar ins Gemeinderatsprotokoll geschrieben werden.

Hat er selbst gestreut - am 11.6. und 18.6.2008, ganz öffentlich.

3.) Der Gemeinderat vertritt die Bürger. Er kuscht nicht vor dem OB. Die CDU ist nicht die SPD.

4.) Wir leben in einer Demokratie.

24.6.2008:

Schön, was heute in der Stuttgarter Zeitung zu lesen ist.

Mit den beiden Kaufzentren wurde anscheinend so gut wie nichts abgestimmt, obwohl Herr Vogelgsang öffentlich das Gegenteil behauptet hat. Flugfeldallee und Nordtangente sind auch noch nicht "in trockenen Tüchern". Und der Kreisel wird anscheinend nur wegen der Kreissparkasse gebaut. Toll, wie alles reibungslos funktioniert.

Wahrscheinlich stehen auch die zahllosen Investoren für den alten Busbahnhof seit zwei Jahren in einer langen Schlange vor dem Amtszimmer des OB. Man sollte auch sie endlich mal mit belegten Brötchen, Getränken, Kaffee und Kuchen versorgen. Die haben das nötiger, weil sie im Allgemeinen etwas tun - im Gegensatz zur Gemeinderatsmehrheit, die beim bequemen Sitzen und Nicken gegen das Wohl der Bürgerschaft kaum Kalorien verbrennt. Außerdem: konsequente Kompetenzvermeidung sollte nicht mit kulinarischen Köstlichkeiten belohnt werden. Man sieht ja, wozu das führt.

Hoffentlich hat der Leserbriefbeauftragte des Gemeinderats diesmal die Stuttgarter Zeitung gelesen, die schönen Fußgängerbrücken lassen herzlich grüßen.

Welcher Geist regiert Böblingen eigentlich?

Wenn die Kreissparkasse ausbauen will, muss doch keine Hauptverkehrsachse lahmgelegt werden. Die Stadt hatte 20 Jahre Zeit, etwas halbwegs Intelligentes zur Stadtverschönerung zu planen und gleichzeitig die Nordumgehung/Nordtangente fertig zu stellen. An Letzterer wird noch immer "mit Hochdruck" geplant. Nur schade, dass dieser "Hochdruck" im Produzieren von Warmluft, Sprechblasen und Hintertreibungen besteht. Ein Beispiel: im Mai 2008 wußte die zuständige Bahn auf telefonische Anfrage noch nichts von einem Planfeststellungsverfahren wegen des Brückenbauwerks (über der Autobahn und der Nordtangente).

Was wird mit dem Ausbau der A 81? Die Befürchtungen mehren sich, dass es so schnell wohl nicht dazu kommen wird. Von den sehr mutigen ministerpräsidentlichen "12 Monaten" bis zum Baubeginn sind bereits 3 vergangen.

Da muss dann nur noch 9 Monate mit frommen Wünschen schwanger gegangen werden, um danach die fälligen unfrommen Verwünschungen ans Ohr der Welt zu bringen. Vielleicht gibt es aber auch einen animierenden Hubschrauberflug über eine zukünftige plötzlich 4-spurige Autobahn ohne Standstreifen, die plötzlich zukünftig viel weniger Verkehr aufweisen werden wird. Wegen der demographischen Entwicklung oder dem Weltklima oder der Flächenschonung oder überhaupt.

1.) Der Bund lässt viele der anstehenden Autobahnprojekte in Baden-Württemberg schleifen, überweist keine oder zu wenig Mittel, die Planungsgruppe ist immer noch nicht zu Potte gekommen und ständig wird mit neuen Vorschlägen verzögerndes Störfeuer geschossen. Auch eine Einstufung in den "vordringlichen Bedarf" ist, wie seit Jahren zu beobachten, keine Garantie für einen Ausbau.

2.) Das Geld ist knapp, die Osterweiterung der EU kostet, die große Koalition lähmt den Kampfesmut.

3.) Böblingen und Sindelfingen werden in Stuttgart und Leonberg (mit-)regiert. Dorthin (und nach Ludwigsburg) fließen viele Gelder, die hier dann nicht ausgegeben werden können. Die regionalpolitisch (sehr) schwachen OBs wollen oder können sich nicht zu Wort melden.

4.) Auch die B 464 verzögert sich und verzögert sich und verzögert sich und verzögert sich................ Gleiches gilt seit Jahrzehnten auch für die geradezu lächerliche B 14. 

25.6.2008

Tja, meine leise brummende Ahnung scheint sich zu bestätigen. Die Stadt Böblingen ist tatsächlich für die Stadtentwicklungsplanungen selbst zuständig. Wer hätte das gedacht...... Vielleicht hat ja gar nicht die Kreissparkasse den Kreisel und die Lahmlegung der Hauptverkehrsachse Wolfgang-Brumme-Allee erfunden, sondern die Stadt selbst. Vielleicht wird für die üblen Folgen dieser unkoordiniert durchgepeitschten Maßnahmen auch ein Sündenbock / Feigenblatt gebraucht. Vielleicht lassen sich ab jetzt auch mal andere Stimmen in der Stadt nicht für unsinnige Zwecke instrumentalisieren.

Endgültiges und weiter Erhellendes wird wohl die nächste Zeit bringen.

Befürchtungen:

Klares Denken, der Wunsch nach Erkenntnis von Zusammenhängen und vernünftigen, umfassenden Lösungen muss wohl von außen eingefordert werden.

Am Schloßberg, um den Schloßberg und um den Schloßberg herum werden solche Ansätze vom inkompetenten und provinziellen Mief einer inzwischen bedeutungslosen Stadt anscheinend erstickt.

Kein Gerücht:

Die angeblich so marode Böblinger Sporthalle ist doch nicht so leicht abzureissen. Sehr stabil gebaut.

Aber schön, wenn das letzte Restchen von urbaner Bedeutsamkeit endlich entfernt wird. Vielleicht tut`s dann nicht mehr so weh.

Weil sich die Bürgerschaft nicht mehr so leicht an die Zeiten erinnert, als Böblingen im bundesweiten Fernsehen regelmäßig von vielen Prominenten als bedeutender Veranstaltungsort von Großereignissen annonciert wurde.

Gerüchte:

Die Gemeinderats-CDU hat immer eine eigene Meinung und vetritt diese auch immer bei den Abstimmungen. Sie interessiert sich mehrheitlich immer für die Belange der Bürgerschaft.

Böblingen ist in der Region nicht der Lächerlichkeit unfähiger Provinzialität preisgegeben.

Die Stadt erkennt die neuen Entwicklungen und rüstet sich erfolgreich für die Zukunft.

Mit der nächsten Verwaltungsreform wird Böblingen nicht in den Rang einer Vorstadt Sindelfingens erhoben.

Böblingen kämpft mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln für einen zügigen Ausbau der A 81 nebst adäquatem Lärmschutz.

26.6.2008

Gestern haben wir Deeeuuuutschlaaaaand gerufen, heute heißt es Baaadeeen-Wüüürtteeeembeeeerg! Wie die letzten Jahrzehnte gezeigt haben, staut es in der FLS, wenn geringste Behinderungen auf der Autobahn zu verzeichnen sind. Und unser Problem ist ein landesweites. Ebenso die jahrzehntelange Benachteiligung Baden-Württembergs beim Autobahnbau durch den Bund, Lärmschutz inbegriffen.

Das könnte noch viel schlimmer werden, wie aktuell wieder einmal aus der Stuttgarter Zeitung am 23.6.2008 (Seite 8, "Firmen fürchten um Ausbau der A 8", Ulm) zu schließen war.

Gespräche laufen.

Eieiei: da hat doch ganz aktuell (lt. Kreiszeitung,  MdL Frau Kipfer, Herrn Braun) der Herr Ministerpräsident bei der Aufzählung der anstehenden Verkehrsprojekte den Ausbau der A 81 vergessen. So ein Zufall.

Vielleicht war es ja nur ein Versehen mit dem Vergessen.

Hoffen wir, dass wir noch hoffen können.

Zum x-ten Male die selben Gedankenspiele:

Böse Zungen wie die meine befürchten schon länger, dass der Ausbau der A 81 wohl am St. Nimmerleinstag stattfinden könnte. Zusammen mit anderen Hinweisen scheint es ja nun doch so, als ob hinter den Kulissen von Böblingen, Sindelfingen, Stuttgart und Berlin ein munteres Autobahnspielchen getrieben wird: das Eine sagen, das Andere nicht tun. Spart eben einen Haufen Geld, in Böblingen, Sindelfingen, Berlin, Stuttgart und um Ulm herum.

Auch der Drackensteiner Hang ist bisher schön hingehalten worden. Der Drache sitzt bloß nicht dort, sondern wie immer im Rotstiftmilieu. Dort wird ja gerne im schummrigen Zwielicht etwas zusammengemunkelt, was am Licht der Öffentlichkeit dann als doppelzüngige Phrasendrescherei auf den Rücken der Bevölkerung niederprasselt.

Heute reicht`s mal wieder, da helfen auch siegreiche EM-Spiele nur sehr temporär.

27.6.2008

Da haben MdL Frau Kipfer und Herr Braun doch eine schöne Reaktion von schwarzer Seite hervorgerufen.  A 81 und Lärmschutz sind auch heute wieder ein Thema. Und das kann es gar nicht oft genug sein, damit es mit dem Ausbau zügig vorangeht.

"An einem Strang ziehen" - finden wir gut, Herr Nemeth! Übrigens, rot und schwarz sind die Farben Württembergs, das passt doch zusammen.

Und dass Rot ein "parteipolitisches Süppchen kochen"  tut - finden wir auch gut. Die schwarzen Spieler sollten das auch mal wieder, dann kommt noch mehr Bewegung in das ganze Thema.

Hoffentlich kochen auch bald die grünen und gelben Suppenzutaten etwas tatkräftiger mit, am besten der gesamte Landtag. Damit der Bund endlich Kohle lockermacht und nicht bis in alle Ewigkeit versucht, den Städten, dem Kreis und dem Land das Maximale abzupressen. Es gibt doch schon Beteiligungszusagen, da müßte es eigentlich mit Riesenschritten vorangehen.

Oder hat der Bund etwa gar kein Geld? Der A8-Ausbau zwischen Ulm und Augsburg sollte 2008 begonnen werden, hat Herr Tiefensee früher gesagt. Nun wird er wie andere Projekte  weiter nach hinten geschoben (2010) und soll privat finanziert werden. Die 35 vollmundigen Milliarden vom Frühjahr sind wohl schon weg oder vielleicht für ganz andere Dinge vorgesehen.

Zurück zu den Süppchenfarben. Die gibt es auch im Böblinger Gemeinderat. Die läßt der Rathaus-Chef schon lange zusammenköcheln - und zwar so gut, dass rot und schwarz und gelb und grün und bärenstark gar nicht mehr erkennbar sind. Also, jeder hat doch schon mal Wasserfarben gemischt. Was kommt dabei heraus, wenn rot, schwarz, gelb, grün und bärenstark zusammenkommen? Genau - eine schöne Erdfarbe. Die steht symbolisch für die festen Erden, in denen die Mehrheit tief gegründet ist, um die schrillen Glocken der Inkompetenz und Bürgerferne täglich aufs Neue zu gießen.

Eine davon klingt kräftig in der Stellungnahme der Stadt zum Regionalplanentwurf, gerade weil unsere Wohnstraßen und die Verkehrsinfrastruktur erst gar nicht angesprochen wurden

Scheibenkleister, Scheinheiligkeit, .... Wer noch mehr nichtganzböse Wörter mit Schei.... kennt, bitte bei mir melden! Das ganzböse Wort ist mir bekannt.

Scheinkompetenz:

Es reicht! In Gesprächen und Telefonaten wird von einzelnen, recht bekannten Personen des öffentlichen und politischen Lebens immer wieder behauptet, es existiere ein Planfeststellungsbeschluß zum Ausbau der A 81 zwischen Böblingen und Sindelfingen. Zu deren Kenntnis: in der wirklichen Welt wurde er bis heute nicht entdeckt! Das ist eine schöne Schimäre noch einmal!

Und fast hätt ich's vergessen:

Thema scheinbare Sachlichkeit:

Inkompetenz, Uninformiertheit, Desinteresse und Ignoranz kommen gerne im angeblich sachlichen Gewand daher. Nichtemotional vorgetragene Unwahrheiten und kühle opportunistische Feigheit fügen der Sache und dem Vertrauen jedoch wesentlich mehr Schaden zu, als es deutliche Ansagen jemals vermögen werden.

Sachliches:

Probleme mit dem Verkehr sieht auch Herr Scholz auf dem Flugfeld. Die Lisel-Bach-Straße (Wohnstraße) ist im Gespräch. Die Investorenseite hat sich gemeldet. Die Verengung der Brumme-Allee ist nicht nur bei uns im Gespräch, wie aus der Stuttgarter Zeitung heute zu erfahren ist. Dazu später mehr.

Zuerst Unsachliches:

Statt sich mit Verkehrsproblemen zu beschäftigen, gibt sich die CDU-Fraktion im Gemeinderat lieber wichtigeren Dingen hin. Am 21.11.2007 wurde ein inbrünstiger Stadtverschönerungsantrag formuliert und dazu sogar 14 Unterschriften gesammelt. Denn wörtlich: "Neben Investitionen in die Infrastruktur dienen Maßnahmen zur Verschönerung der Verbesserung ganz besonders der Verbesserung der Aufenthaltsqualität." Aha. Die klaren und kühnen Forderungen der Opportu, äh -Opposition gipfeln in einer "Verlängerung der Laufzeiten der Brunnen in der Innenstadt". Mit ähnlich souveränen Anträgen wie dem Aufstellen eines Abfalleimers oder einer Sitzbank hat die hochdynamische CDU eine kraftvolle Tradition geschaffen, auf die auch gerne in Bürgergesprächen verwiesen wird.

Ich finde es ja gut, wenn solche Maßnahmen zur Verschönerung der Verbesserung führen und unterstütze das wirklich, aber solche Forderungen könnten auch anläßlich eines OB-Stammtisches nach seinen stundenlangen Monologen in aller Demut vorgetragen werden. Da braucht es keine öffentliche Ausschuss-Sitzung, wie am 11.6.2008.

Und falls die SPD-ler jetzt grinsen - eines sei ihnen gesagt: ätsch - die Gemeinderats-CDU ist die bessere Gemeinderats-SPD! Denn die CDU-ler motzen im Allgemeinen nicht so viel und nicken OB-Wünsche meist auch sehr geschlossen ab. Außerdem: die letzte mutige Forderung eines SPD-Mitglieds zur Entfernung von unerwünschtem Grasbewuchs ist nur eine einzige gewesen, während die CDU immerhin 5 Verschönerungs-, bzw. Enthäßlichungs-Forderungen gestellt hat! Und zwar mit Weitblick in die Zukunft: "Prüfung/Erarbeitung weiterer Vorschläge". Hammerhart!

Und überhaupt: die Gemeinderats-CDU ist viel großmütiger als alle anderen Fraktionen. Normalerweise hätte sie nach den politischen Spielregeln den Baubürgermeisterinnen-Posten mit einer eigenen Kandidatin besetzen können. Trotzdem hat sie freiwillig darauf verzichtet.

Oder steckt da etwas Anderes dahinter?

Will man sich für die Verkehrskatastrophen und die missglückte Stadtplanung überhaupt gar nicht verantworten müssen und sich heimlich davonstehlen? Geht aber nicht, wenn Blockflöten lauthals aus dem letzten Loch pfeifen.

Ist die CDU etwa - wie auch die anderen Fraktionen - mit der Komplexität des Themas überfordert und beschäftigt sich zum Ausgleich mit leichter verständlichen Dingen? Was da wirklich hilft, ist nicht Ablenkung durch Unkrautzupfen und fließende Brünnlein, sondern mehr Engagement für die grundlegenden Angelegenheiten. Beispiele gibt es doch genug, auch wenn diese ständig in der Minderheit sind.

Interessant:

Auch nicht betroffene Böblinger Bürgerinnen und Bürger sprechen seit Wochen mehr und mehr davon, dass die "Liststräßler" und die "anderen dort" (umliegende Straßen) von "denen", "OB" und "Gemeinderat", Stadt" "völlig", "total", "verar..." werden. "Nicht zu fassen", "unglaublich", usw. usf.. Diese Ansichten kann ich teilen. Die schlimmeren Worte wurden weggelassen.

Zurück zum "Sachlichen":

Nicht nur die Liststräßler werden unschön abgefertigt. Auch unschön, was aus der Stuttgarter Zeitung und den Aussagen von Herrn Scholz herauszulesen ist. Die Bauträger auf dem Flugfeld machen gerade ihre Erfahrungen mit der unsäglichen Stadtplanung. 

Mitte des Monats wurde vom üblichen kleinen Häuflein der Selbstdenkenden im Gemeinderat ein Provisorium für die Verengung der Wolfgang-Brumme-Alle gefordert. Man wollte erst mal sehen, wie der Verkehr sich verteilt und der Brummkreisel wirkt. Die kuschende Gemeinderatsmehrheit lehnte das ab.

Heute fordert Herr Scholz ein Provisorium - auch wegen der Verengung der Wolfgang-Brumme-Allee. Die wird nämlich den Durchgangsverkehr auf der neuen Wohnstraße im Flugfeld (noch weiter) erhöhen. Entlastung gibt es keine, weil A 81 und Nordtangente in absehbarer Zeit auch nicht gebaut werden. Deshalb soll der Verkehr auf die (nicht vorhandene!) Flugfeldalle gelenkt und diese über ein Provisorium dann an die WBA angeschlossen werden.

Wie bitte? Wurde dieses Problem von niemandem erkannt? Nicht mal von Herrn Scholz, der nun plötzlich die Interessen der Bauträger und das nicht vorhandene Verkehrskonzept entdeckt?

Die Steigerung von Böblinger Stadt- und Zweckverbandsplanung ist Unfähigkeit. Die Steigerung von Unfähigkeit ist der blanke Hohn.

Sindelfingen steigert sich auch gerade hinein.

Das Flugfeld verfügt wenigstens über gewichtige Investoren, die sich wirksam zu Wort melden können. Die ignorierte Liststraße hat keine Lobby, dafür aber Verkehrszunahmen, Lärm, Gestank, Gesundheitsschädigungen und sinkende Immobilienwerte, trotz wohnbebauungsfreier Umfahrung.

So langsam wird es "kriminell"!

Wer es wissen will: 

Verengungsdurchpeitscher und Kreiselspezialist Vogelgsang ist lt. Internetauftritt der Vorsitzende des Zweckverbandes, OB Vöhringer sein Stellvertreter, Herr Scholz ist der Geschäftsführer. Und das nicht erst seit gestern.

Verbandsmitglieder sind folgende Gemeinderatsmitglieder (darunter sind in der sehr überwiegenden Mehrzahl begeisterte Kreisel- und Verengungsbefürworter/innen): Kless, Kuppinger, Braumann, Gmelin, Stauss, Ambros, Kurtz, Schwarz, Protze.

Stellvertreter/innen sind folgende Gemeinderatsmitglieder: Mazur, Hübner, Herberth, Waldbauer, Späth, Reisch, Kupke, Kubach (auch in der sehr überwiegenden Mehrzahl begeisterte Verengungs- und Kreiselbefürworter/innen).

Und die haben wohl alle seit langem nicht gewußt, dass die Verengung der WBA Probleme auf dem Flugfeld nach sich zieht. Schlimm, schlimm..........Zumindest diejenigen, die im Technischen Ausschuss herumsitzen, der sich seit sehr, sehr langer Zeit sehr, sehr ausführlich mit den Themen Verkehr und Stadtentwicklung beschäftigt, sollten einen Anflug von Ahnung haben. Es sind Vogelgsang, Braumann, Gmelin, Späth, Waldbauer, Ambros, Kubach, Kurtz (Vertreter/innen Hübner, Kuppinger, Schwarz, Protze, Reisch, Stauss).

Wie auch immer: zur Ablenkung gibt der Herr Scholz nun ein scheinheiliges Interview, in dem er sagt, dass die Investoren protestierten und dass die wachsende Verkehrsbelastung schuld an allem sei. Nein, nicht der ahnungslose Geschäftsführer selbst, die anscheinend völlig kompetenzfreie Stadtplanung und ein (bestenfalls) total überforderter OB samt (bestenfalls) ebenfalls total überfordertem Gemeinderat haben da zum x-ten Male wieder etwas vollständig verbockt - nein, nein, auf keinen Fall! Es sind halt die wachsende Verkehrsbelastung und die dagegen protestierenden Bauträger, die die schöne Welt unbedingt mit einem "Provisorium" belasten müssen. Und nichts, aber auch gar nichts war ja wohl voraussehbar.

Köstlich ist die Interview-Frage der Stuttgarter Zeitung an Herrn Scholz, ob ihm "Planungssicherheit" fehle:

Die Kreissparkasse will bekanntlich  "Planungssicherheit" für den Umbau ihrer Hauptstelle. Deshalb muß lt. Stadt Böblingen nun logischerweise und zwingend eine Hauptverkehrsachse lahmgelegt und ein Kreisel gebaut werden. Schon mal deshalb sehr witzig. Oder auch nicht.

Nun soll für Herrn Scholz wahrscheinlich sehr geschwind ein sehr teures Provisorium zusammengebastelt werden. Mit dem Zauberwort "Planungssicherheit" als Rechtfertigung für alles Mögliche könnte das gelingen. Allerdings sollte er ganz ganz schnell das böse Wort "Provisorium" durch etwas anderes ersetzen. Aber nicht durch "Behelfsstraße", "Planungspfusch-Ausbüglungsstraße" oder etwa einen ganzen Satz wie: "Die Verengung der Wolfgang-Brumme-Allee sollte aufgrund der enormen, unnötigen Kosten, die sie auch auf dem Flugfeld verursacht, zumindest bis zur Fertigstellung eines vernünftigen Verkehrskonzeptes ausgesetzt werden.".

Viel besser vernebeln kann eine "nachhaltige und längerfristige Zwischenlösung mit gleichzeitiger Option auf flexible Anpassungsmöglichkeiten hinsichtlich zukünftiger Erfordernisse übergeordneter verkehrlicher Aspekte". Bleibt Herr Scholz dagegen bei der Vokalbel "Provisorium", muss ihm dieses "Provisorium" wegen dieser "Planungssicherheit" dummerweise womöglich noch offiziell abgelehnt werden. Es war ja gerade wegen der "Planungssicherheit" für die Kreissparkasse nicht möglich, ein "Provisorium" auf der WBA anzulegen.

Da scheint wohl keine gründliche Absprache stattgefunden zu haben. Man ist sich wohl etwas zu sicher. Auch wenn intern schon alles beschlossen sein sollte, der Schein muss doch gewahrt werden. Schließlich haben wir Demokratie!

Mithilfe des kleinen Verbesserungsvorschlages könnte die fadenscheinige Volksverdummungs- und Steuergelderverschwendungstaktik jedoch auch für das Flugfeld erfolgreich angewendet werden. Das scheint bei diesem OB nebst folgsamen Gemeinderat sehr wahrscheinlich. Beim Beschluß zur WBA-Verengung hat's ja hervorragend geklappt.

Aber ob sich die Kreissparkasse und ihre Sprachregelungen als Alibi für wirklich alles hernehmen lassen, darf bezweifelt werden. In diesem Fall könnte der Schloßbergverein auseinanderbröseln wie Feigenblätterteig.

Und vielleicht wird das allseitige Brodeln und Grummeln in der Bevölkerung auch bald etwas deutlicher und lauter formuliert.

Mein lieber Scholli.....auf dem vermeintlichen Silbertablett "Planungssicherheit" kann auch geschäftsführer schlimm ins Rutschen kommen. Bei mir jedenfalls ist er heute schon hinten runter gefallen. Aber keine Angst, einsam ist er da nicht - sondern in bester und prominenter Gesellschaft.

28.6.2008

Das Brodeln und Grummeln in der Bevölkerung nimmt weiter zu. In der Stuttgarter Zeitung ist wieder ein entsprechender Leserbrief, der u.a. eine deutliche Unzufriedenheit mit der Böblinger Stadtplanung und dem Gemeinderat ausdrückt. Tja, die Brumme-Allee und ihre täglichen Folgen........

Hallo, Sindelfingen!

Angst vor unserem OB oder vor unserem Gemeinderat? Warum hat sich Eure Stadtplanung nicht zu Wort gemeldet, obwohl schon lange klar war, dass es wegen der Verengung der WBA mit dem Wohngebiet auf dem Flugfeld sehr teure Schwierigkeiten gibt?

Das nächste Mal bitte nicht den armen Herrn Scholz vorschicken, sondern qualifiziert zu Wort melden! Ihr könnt das doch, im Gegensatz zu anderen seltsam verwirrten Ämtern auf der gegenüberliegenden Autobahnseite. Zur Strafe solltet ihr eigentlich die Verengung der WBA, die Erweiterung der Hauptstelle der Kreissparkasse und die nun fällige Planungspfusch-Ausgleichsstraße auf dem Flugfeld komplett selbst bezahlen müssen.

Aber Spass beiseite: es wird höchste Zeit, die sich derzeit bietende Chance beim Schopf zu ergreifen und mal ein paar Vorschläge zu machen, die unseren beiden (!) Städten nützen. Notfalls auch ganz grundlegende.

Ich habe die Hoffnung auf eine(n) gemeinsame(n) und qualifizierte(n) Baubürgermeister(in) noch nicht aufgegeben. Die Bastion Vogelgsang muss schon kräftigst von außen gestützt werden, das ist doch ein Zeichen! Und unser Gemeinderat hat sich ja schon lange aufgegeben.

Sie sind zwar noch nicht die Mehrheit, aber viele Bürgerinnen und Bürger glauben, dass der Aufbruch jetzt begonnen werden sollte. Mitten hinein in die neue Zeit, die so oder so kommen wird. Entweder unfreiwillig mit einer neuen Verwaltungsreform - oder von Böblingen und Sindelfingen gemeinsam vorbereitet, was unseren beiden Städten aus ihrer lachhaften Bedeutungslosigkeit heraushelfen und den gemeinsamen Wirtschaftsstandort auf lange Zeit sichern wird.

Auf geht's!

Hallo, Autobahn!

Es wird Zeit, dass Du endlich ausgebaut wirst. Dann kommt auch die dringendst notwendige Nordtangente. Und fordere nun endlich das entschiedene Eintreten der beiden Oberbürgermeister für einen schnellen Ausbau. Sonst wirst auch Du noch, - nach der Kreissparkasse, dem wachsenden Verkehrsaufkommen und den protestierenden Bauträgern, - als Rechtfertigung für den immer teurer werdenden Kommunalplanungspfusch und die steigenden Kosten für notwendige Ausgleichs- und Behelfsmaßnahmen herhalten müssen.

Es gibt zwar noch ein, zwei weitere Feigenblätter, die mißbraucht werden können, aber so langsam gehen die aus. Und dann wird der Schwarze Peter bei den letzten drei oder vier hängen bleiben - für lange, lange Zeit. Das wollen wir doch alle nicht, oder?

Bevor ich es vergesse:

Für das plötzlich notwendige und sehr teure "Provisorium" auf dem Flugfeld - wegen der Verengung der Brumme-Allee - ist es natürlich nicht schädlich, wenn die verengungsbefürwortenden und damit flugfeldbeeinträchtigenden Verbandsmitglieder / Gemeinderäte (siehe 27.6.2008) auch gute Beziehungen zum Finanzausschuss haben. Mit dem OB als Vorsitzendem des Zweckverbandes, des Gemeinderates, des Technischen Ausschusses und natürlich auch des Finanzausschusses sind folgende Personen zusätzlich im Finanzausschuss: Herberth, Hübner, Mazur, Protze, Schwarz. Stellvertreter/innen sind: Kless, Späth, Waldbauer, Kupke.

Damit wäre die Finanzierung dieses "Provisoriums" wohl auch gesichert. Fein, fein.

Und alles läuft während der Fussball-EM schön ruhig und unauffällig über die Bühne. Da kann man sich auf dem Spielfeld einer abgelenkten Öffentlichkeit wieder mal ganz gemütlich die Bälle zuspielen. Wenn da bloß nicht die verflixten Zeitungsleser/innen wären..........

30.6.2008

Tja, kein Tag vergeht, ohne dass der Beschluß zur Lahmlegung der WBA zum Thema gemacht wird. Die Folgen sind doch etwas negativer, als rat angenommen hat.

Auch der zügige Ausbau der A81 samt Lärmschutz ist wieder im Gespräch. MdL Frau Kipfer und Herr Braun haben da durchaus zur Zufriedenheit der Oststadtbewohner etwas in Gang gesetzt. MdL Herr Nemeth sieht dabei zwar Probleme ("gefährliches Spiel"), und spricht von der Rückkehr "zum überparteilichen und sachlichen Engagement", aber bei der Bürgerschaft wird sich vornehmlich darüber gefreut, dass die parteienübergreifende Diskussion dieser Sache wieder belebt wurde. Das wird letztlich auch dem Ministerpräsidenten helfen - vor allem aber der Bevölkerung unserer beiden Städte.

Auch als begeisterter Befürworter einer möglichst prächtigen Landeshauptstadt kann sprecher sich der Prioritätensetzung von Frau Kipfer und Herrn Braun anschließen: "Erst kommen die Menschen, dann kommt die Stuttgarter Kulturmeile." Die Gesundheit des "Schutzgutes Mensch" ist Voraussetzung, dass Kultur überhaupt genossen werden kann. Ich bin zuversichtlich, dass sich SPD und CDU überparteilich darauf einigen können. Der "Speckgürtel" und seine Metropole werden noch längere Zeit genügend Bruttoinlandsprodukt (2007: 100 Milliarden €) erwirtschaften, um auch die Kulturmeile weiter verschönern zu können.

4.7.2008

Das Amtsblatt Nr. 27 (4.7.2008): Glaubenssätze und Mysterien-Dogmatik

1.) Frau Steude glaubt an die "Verjüngungskur für die Wolfgang-Brumme-Allee - was lange währt, wird endlich gut".

Sie schreibt dabei unter anderem, dass die Verengung der Wolfgang-Brumme-Allee noch vor dem Ausbau der A 81 abgeschlossen sein müsse. Dabei glaubt sie auch noch, dass "Die Zeit drängt,..".

Seltsam, - laut Aussagen von höchster kommunaler Stelle (Mai/Juni 2008) "funktioniert" diese Maßnahme nur, wenn die Nordtangente fertiggestellt ist. Diese Nordtangente kann aber frühestens gleichzeitig mit dem Ausbau der A 81 erfolgen. Man fragt sich also: welch drängende Zeit meint Frau Steude?

Die des Oberbürgermeisters, der noch vor seinem Ausscheiden möglicherweise ein Kreisverkehrs- und Flaniermeilen-Denkmal gesetzt haben will, weil ihm das Flugfeld nicht genügt? Zur Erinnerung: OB Vogelgsang gehört einer anderen Partei an.

Oder sieht sie die Lahmlegung der Hauptverkehrsachse als Anti-Aging-und Attraktivierungs-Maßnahme ihrer Fortschritts-Durchsetzungs-Partei? Will frau mit einer "großzügigen Grünflächengestaltung" und "Brückenpfeilern" imponieren, die zudem auch noch "den Verkehr nicht behindern" und der "City-Kaufmannschaft einen positiven Impuls geben " wird?  Das könnte klappen. Der Verkehr wird auf einer verengten WBA sicherlich nicht behindert, weil er von dort verdrängt wurde. Dass dafür aber das Wohnen an anderer Stelle behindert und ein positiver Impuls zur konsequenten Staubildung, Dezibelerhöhung und Gesundheitsminderung in den Wohngebieten gegeben wird, schreibt sie nicht. Wir sind halt nur Menschen und kein Stadteingang.

Toll finde ich auch, dass Frau Steude keinen Gedanken und kein Wort an belastende Dinge wie das dringend notwendige Verkehrskonzept u.a. verschwendet. Das lähmt ohnhin nur den Glauben an den Fortschritt in eine blühende Zukunft ohne störende Bürgerschaft.

"Verengungsschur für die Wolfgang-Brumme-Allee - was lange gärt, wird endlich Wut", wäre eine passendere Überschrift gewesen, wie die letzten Reaktionen in der Bevölkerung gezeigt haben. Aber wer das nicht weiss, muss halt an etwas anderes glauben.

Und damit eines klar ist: wir freuen uns alle, wenn Böblingen schöner wird. Aber die zeitliche Abfolge und der zu zahlende Preis müssen stimmen. Der bisher praktizierte Zynismus kann so nicht weiter stattfinden: beim Aufrechnen obrigkeitlicher Machtansprüche, ihrer vorhandenen Möglichkeiten zur Meinungsverbreitung, sowie der Stärke einiger Interessengruppen gegen die berechtigten Anliegen der Bürgerschaft wurde zwar kein Fehler gemacht, - alles läuft nach dem Plan der "Oberen" - aber der Glaube der Bevölkerung an die Demokratie ist weiter geschwächt worden. Dass im Gegenzug das unglaublich unbehagliche Unwort "Demokratur" täglich glaubwürdiger erscheint, tröstet dabei keinesfalls.

2.) "Dem einen Recht - dem anderen Weh, funktioniert nicht", titelt der Leserbriefbeauftragte des Gemeinderats, Herr Hensel. Sein para-intellektueller Amtsblatt-Artikel trieft schon in der Überschrift vor profunder Weisheit und Logik. Er macht es also allen recht oder gar niemand, oder seine Entscheidungen funktionieren nicht.

Er gibt sich im Übrigen optisch professoral und doziert die "Kritik einiger weniger Mitbürger" an Entscheidungen von Gemeinderat, OB und Verwaltung wie üblich von der ganzen Sitztiefe seines Gemeinderatssessels ab.

Der sonstige Inhalt ist im Kurzüberblick auch sattsam bekannt: ein ständig eingeschnapptes Mitglied des Kommunalorgans weist jede Kritik zurück, der Gemeinderat ist gaaanz gaaaanz toll, die Bürger sind nicht informiert, kritisieren unter der Gürtellinie und so weiter und so fort. Ganz furchterbar scheint ihm auch, dass von "einigen Kritikern" das "Wissen über die Funktion eines Gemeinderats" nicht nur verdrängt, sondern sogar "stark verdrängt" wird. Auauau!

Nicht ganz so langweilig wäre es m.E. gewesen, der dummen Bürgerschaft zu schreiben, dass sie einfach doof ist und überhaupt keine Ahnung von der Bedeutungsschwere dieses großartigen Amtes samt der noch großartigeren Mandatsträger hat.

Sehr witzig

ist allerdings, dass er nun anscheinend auch den Leerstuhl für kommunaltheologische Unfehlbarkeitsmystik eingenommen hat. Kritisierte Entscheidungen sind nur "angeblich" falsch, der Gemeinderat hat das "Königsrecht" und das "letzte Wort". Und ausserdem werden vor der richtigen Entscheidung "unzählige Arbeitsgruppen, Ausschüsse.... und wissenschaftliche Gutachten durchlaufen", genauso wie "ein Höchstmaß an Informationen zusammengetragen". Danach folgt dann das absolut amüsante Dogma: "Die richtige Entscheidung wird mit der Mehrheit gefällt." Basta. Andere Entscheidungen gibt es nicht, außer natürlich die "angeblich falschen", die in Wirklichkeit ja richtig sind.

Unerträglich:

ist die Formulierung, dass die Kritiker "nicht selten Lobbyisten" seien. Lobbyisten sind Personen, die im Auftrage eines Dritten oder aufgrund eines Dienstvertrages handeln. Das ist bei keinem der mir zugänglichen Leserbriefe erkennbar gewesen. Wenn die Anwohner der Liststraße gegen den unerträglichen Verkehrslärm angehen und ihnen vom Gemeinderat noch mehr Verkehr zugemutet werden soll, was sollen sie dann tun? "Jawoll!" schreien und sich beim Gemeinderat bedanken, um den bösen Verdacht vom verwerflichen Lobbyismus - und dann auch noch in eigener Gesundheitssache -  zu vermeiden?

Die Bürgerschelte sollte wohl auch reumütigkeitsfördernd auf Berufstätige einwirken, die auf die WBA als (noch) funktionierende Hauptverkehrsachse angewiesen sind.

Das Eintreten für eigene Interessen ist kein Lobbyismus, sondern eine demokratische Pflicht der mündigen Bürgerschaft. Für was und wen soll sich ein Bürger denn - im Übrigen ohne Entgelt und Kostenersatz - engagieren? Für den Gemeinderat, der ihm noch mehr Lärm, Gestank und Verkehr zumuten will?

Und noch was: es hieß seitens Stadt und Gemeinderat, dass die Kreissparkasse den Umbau der WBA wolle. Wenn dieses Feigenblättchen tatsächlich passen sollte, dann schauen Sie doch mal, wer von Ihren Gemeinderatskollegen im Verwaltungsrat und Beirat der Kreissparkasse sitzt. Zumindest im Fall Ihrer eigenen Parteikollegen sollten Sie diese Information zusammengetragen haben. Aber anscheinend ist es beim Zusammentragen geblieben - zur Kenntnis genommen haben Sie das wohl noch nicht. Deshalb für die Zukunft folgende Namen merken: Oberbürgermeister Vogelgsang und Fraktionsvorsitzender Protze.

Ach ja, weiss Herr Hensel denn überhaupt, dass er Herrn Protze deshalb bei der Abstimmung als Fraktionsvorsitzenden vertreten musste? Und dass das womöglich mit ihm abgestimmt war? Und dass er es deshalb womöglich auch wußte? Und dass wir jetzt vermuten, dass er uns auf unverschämte Art und Weise wohl für dumm verkaufen wollte?

Für das nächste Mal: wenn gemeinderat Bürgerinnen und Bürger als Lobbyisten bezeichnet, sollte er sich zuerst mal an die eigene Parteinase fassen. Das wäre mal das Mindestmaß an zusammenzutragenden Informationen.

Und bevor rat sich mit seinem stadtmännischen Gebahren noch weiter zur ethisch-moralischen Hochinstanz pseudodemokratischer Oberlehrerhaftigkeit aufschwingt, ein kleiner Tipp: 

"Le Democrateur, c'est Moi!" darf in Böblingen nur Einer sagen. Dem sollte kommunalorgan nicht ins Gehege kommen, sonst gibt es vom Chef wieder mal einen Schlag in die Abnicke.

6.7.2008

Dazu gibt es außer einigen sonntäglichen Verkehrszahlen (hauptsächlich Durchgangsverkehr), dem Hinweis auf die kommunikationsunfähige Stadtverwaltung und ihrer sehr verbesserungswürdigen Umleitungen nichts zu sagen; 750, 880, 920 Kfz/Stunde und ein etwa 10-stündiger Stau mit vielen hochinteressanten und unterhaltsamen Fahrmanövern. Schlaf ab 6 Uhr morgens unmöglich.

Und den sogenannten Verkehrsexperten sei zum letzten Mal gesagt: bei gleichbleibender Ampelphase gilt: wenn es staut, bedeutet das viele Fahrzeuge, nicht wenig Fahrzeuge. Wer es bis jetzt noch nicht kapiert hat: einfach mal kommen, schauen, zählen.

Ach ja, noch was: die FLS ist ein Wohngebiet, die WBA nicht, die Leibnizstraße nicht und auch nicht die Autobahn. Und die waren immer frei befahrbar. Und man kommt da viel schneller bis zum Stadtfest oder in das Umland.

7.7.2008

Baden-Württemberg hat schlechte Laune. 

Autobahnen und Bundesstraßen bleiben wohl noch für längere Zeit Raritäten - weil nix passiert, wenn nix passiert.

Sonstige Fragen:

Wo wird die Böblinger Kommunalpolitik gemacht? Wann wird endlich die Zukunft gestaltet? Wann werden endlich die Herausforderungen erkannt und als Chance begriffen?

Hat schon mal jemand was von Strukturwandel und so gehört?

Bis jetzt wohl nicht, er läuft seit Jahren relativ still ab - bis dann der Hammer fällt, aber mal wieder keiner schuld ist und alle alles richtig gemacht haben - außer den anderen natürlich, die alles falsch gemacht haben. 

Seit langem steigt in mir ein ekles Bild hoch: auf einem vermackten Teller liegt ein gärender Teig aus Bräsigkeit, in dem sich unsere sogenannten Verantwortlichen räkeln und jeden Blick Richtung Rand krampfhaft vermeiden. Wohl weil sie ahnen, dass sie nicht in der Lage sind, auch nur einen Millimeter über diesen Rand hinaus zu blicken.

Alle anderen Städte in der Region haben sich seit langer Zeit aus dem Bett dumpfer Selbstgefälligkeit erhoben, rüsten sich und gehen der neuen Zeit entgegen. Das könnten wir doch auch tun, statt weiterhin Jubel über kleinkarierte Flickschustereien zu verbreiten.

2009 und 2010 werden unsere Weichenstellerjahre.

8.7.2008

"Have a look at BB"

Die neue Darstellung der Stadt Böblingen per 10-Minuten-Film ist schön anzuschauen, gekonnt auf Hochglanz poliert und professionell gearbeitet. Das ist hinsichtlich der Zielsetzung wirklich gelungen. Gratulation an die Stadt und die anderen Beteiligten.

Trotzdem muss ich etwas dazu sagen:

Der urschwäbische Titel, als Zwischensequenz immer wieder eingefügt, stört kaum.

Der geschichtliche Einstieg mit der Vernichtung des 15.000-köpfigen Bauernheeres könnte eine gewisse Abschreckungswirkung auf die ebenfalls fast schon 15.000-köpfige Investorenarmee beinhalten.

Humor wird ebenfalls großgeschrieben:

"Dank der hervorragenden Verkehrsanbindung sind der Flughafen und die neue Messe Stuttgart schnell und bequem zu erreichen." Hoffentlich stimmt das bald - auch für die Gegenrichtung.

"Die Stadt stellt sich den Herausforderungen der Zeit." Richtiger wäre: Die Stadt wird sich mit der Zeit den Herausforderungen stellen müssen. Das Flugfeld kann nur der Beginn sein.

"Auf dem Flugfeld BB/Sifi entsteht ein neuer Stadtteil mit hoher Lebensqualität." Naja, hoffentlich wird es nicht zu laut zum Wohnen, sonst muss es Käfighaltung heißen.

"Böblingen, jetzt und in Zukunft der perfekte Ort zum Leben." ???? Ä bisle dick auftraga. Das Himmelreich haben wir noch nicht.

Insgesamt kommt jedoch eine sehr positive Stimmung zum Tragen und vermittelt das Gefühl von Aufbruch, Sicherheit und Prosperität. Gut und cleverle g'macht.

Das sollte jetzt endlich in die Tat umgesetzt werden. Sprüche und Bewegtbildchen reichen dazu halt nicht. Der Ruck muss kommen. Hoffentlich klappt das bei den nächsten Wahlen. Sonst gibt es womöglich noch ein Filmchen über die Auswirkungen von Sesselfurzen, Klugscheissen und Unter-den-Teppich-Kehren im Spannungsfeld von Filzokratie, Semi-Demokratur und Beweihräucherungsbedürfnissen.

9.7.2008

Es gibt Einiges zu sagen, das nicht gesagt werden darf. Deshalb wird auch nichts dazu gesagt, bzw. geschrieben. Aber unter der Oberfläche brodelt's. Nicht nur intrakommunal.

10.7.2008

Schon gewußt?
Die Wolfgang-Brumme-Allee ist z.T. eine Landesstrasse (L 1185). Eine Landesstrasse ist logischerweise von höherer Bedeutung für das Verkehrsgeschehen als eine Kreisstrasse. Die Friedrich-List-Straße ist eine Kreisstrasse und soll deshalb nicht beruhigt werden, so eine der fadenscheinigen Begründungen unserer Stadtverantwortlichen.
Aber die Beruhigung einer unbewohnten Landesstrasse und Hauptverkehrsachse ist natürlich problemlos möglich. Sie ist ja keine Kreisstraße und hinterher beschwert sich auch niemand, wenn es zu leise wird.

Widerspruchsfreie, sachliche und logische Begründungen für die frech beschlossenen Mehrbelastungen unserer Wohnstraßen existieren bis heute nicht. Ebenso wenig sind auch nur im Entferntesten Entlastungsmaßnahmen in Sicht. Dafür Unkenntnis, Widersprüche, austauschbare Beliebigkeiten, Ausweichmanöver, Verhöhnungen, verbale Windungen, unrichtige Behauptungen und hämische Schelte für Bürger, die sich für ihre Stadt engagieren. Auch interessierte Gemeinderäte werden mit Floskeln abgespeist. Zum Glück ist Wahlkampf, da lässt sich der Eine und vielleicht auch der Andere das Phrasendreschen der Verwaltung nicht mehr so ohne Weiteres gefallen.

Wer nicht betroffen ist, könnte täglich mehrere Anekdoten geniessen. Für die Oststadt ist es allerdings mehr als widerlich, diesen Zustand tagtäglich ertragen zu müssen.

14.7.2008

Wußten Sie schon?

Ca. Mai 1995 gab es einen Zeitungsbericht (wohl Kreiszeitung), in dem zu lesen war, dass eine neue elektronische Ampelsteuerung namens "TASS" die Staus in der Liststraße "behebt", ein "Staudetektor auf der Höhe der Kopernikusstraße" dafür sorgt, "dass keine Staus in der Liststraße mehr entstehen, beziehungsweise bereits im Ansatz wieder aufgelöst werden". Kaum 13 Jahre später (März 2008) konnte anwohnerschaft dasselbe lesen. Fein.

"Reinhard Schopf, Leiter der Böblinger Stadttechnik", war damals "mit der neuen Steuerung zufrieden". "Sie kommt den verkehrsgeplagten Bewohnern der Liststraße ....entgegen." Weiter steht zu lesen "Es profitieren jedoch auch die Autofahrer." Schön, dass wir das endlich wissen. Vielleicht waren die vielen Staus seither nur Massenhalluzinationen.

Außerdem, die damals neue Ampelsteuerung sollte angeblich den Verkehr, von der Stuttgarter Straße kommend, drosseln. Wohin dieser Verkehr aber gelenkt werden sollte, ist dem Artikel nicht zu entnehmen. Die Leibnizstraße war gebaut und die Autobahnumleitungen offiziell, aber eben nur offiziell auf diese unbewohnte Umfahrung gelegt. Damals wie heute, der Durchgangsverkehr Hulb, Umland, BB-Ost) fährt weiterhin durch die FLS und die Innenstadt. Wirksame Maßnahmen gibt es auch 13 Jahre später noch nicht. Die Nordtangente (damals "Nordumfahrung") war bereits in Planung. Auch deren Fertigstellung wird bis heute hinausgeschoben - mal ist es die Bahn (eigenes Planfeststellungsverfahren), dann der "Hochdruck", mit dem angeblich seit jeher geplant wird - und zuletzt war es der Ausbau der Autobahn, der unbedingt abgewartet werden muss. 

Doch nicht nur das: wie jeder weiss, wird die Hauptverkehrsachse WBA lahmgelegt und der Verkehr durch die Oststadt gejagt werden, wie auch die aktuellen Arbeiten an den Schaltkästen der Sindelfinger und der Friedrich-List-Straße vermuten lassen.

Danke, Stadtverwaltung und Gemeinderat. Aber vielleicht solltet ihr die ganze Angelegenheit nicht alle 13 Jahre auf Wiedervorlage legen, sondern alle 13 Wochen. Aber auch dann wird Euch wohl niemand mehr glauben, da nützen auch keine ständigen Wiederholungen. Der tagtägliche Lärm und die immer noch vielen Staus verhindern das.

24.7.2008

Schön. Ab 5.30 LKW- und Bus-Terror.

Wirklich schön:

1.) Die neue Planung an, um und um die Thermalbadkreuzung herum. Genaueres folgt später.

2.) Die Planungsgruppe A 81 scheint ihren Tagungsrhythmus zu beschleunigen.

3.) Wie in den Zeitungen zu lesen war, hat das Thema Straßeninfrastruktur in Baden-Württemberg an Bedeutung gewonnen. Die SPD mit ihrem verkehrspolitischer Sprecher, Herr Haller behandelt das Thema seit längerem schwerpunktmäßig, der neue Landrat hat das Thema deutlich aufgegriffen und der Fraktionsvorsitzende der CDU, Herr Mappus, hat sich neulich dazu geäußert.

Die FDP sieht ebenfalls die zunehmende Bedeutung der Straßeninfrastruktur im wirtschaftlichen Spitzenstandort Baden-Württemberg.

26.8.2008

Unsere landesweite Aktion (Mehr Geld vom Bund für Bundesstrassen und Autobahnen in Baden-Württemberg) zeigt weitere Wirkungen

Nach den Zeitungsberichten vom Juli ist heute auch in RegioTV von Ministerpräsident Oettinger zu vernehmen, dass mehr für die Bundesstrassen und Autobahnen getan werden und der Osten soll nicht mehr den Vorrang haben sollte. Schön. Noch besser wäre es allerdings, wenn statt dessen das äußerst bedürftige Baden-Württemberg vorrangig behandelt würde.

27.8.2008

Auf mehrfachen, langjährigen Wunsch zum Thema "Wer in Verwaltung und Gemeinderat identifiziert sich wirklich mit unserer Stadt?":

Aktuell aufgegriffen:

Im Amtsblatt Nr. 34 schreibt Fr. Kraayvanger, die neue Baubürgermeisterin, über die Bahnhofstraße, die eine Fußgängerzone werden soll. Das Thema ist zwar nicht allzu neu, aber wie darüber geschrieben wird, verdient in diesem Zusammenhang ein bisschen Aufmerksamkeit:

Fr. Kraayvanger wohnt nicht in Böblingen und wird vielleicht auch nicht hierherziehen, wie viele andere Bedienstete (einschl. EBM Brand), die sich mit Verkehr und Stadtentwicklung beschäftigen. Dennoch benutzt sie mehrfach das Wort "wir", statt es, wie oft üblich, durch die distanzierten Begriffe "die Stadt Böblingen" oder "die Stadtverwaltung" oder "das Amt für..." zu ersetzen. Gibt es da etwa ein kleines Stück Identifikation mit unserer Stadt und ihren Bürgerinnen und Bürgern?

Scheint so, denn am Ende schreibt sie tatsächlich ..."unsere Stadt...".

Das ist doch ein kleiner stilistischer Hoffnungsschimmer. Auch Herr Vogelgsang hat im Amtsblatt vom 15.8.2008 ein persönliches Fürwort benutzt, allerdings in einem positiven Zusammenhang: "Unser Sommerferienprogramm...".

Wenn dazu noch irgendwann die Formulierung "Unsere Verkehrsprobleme" im Zusammenhang mit "werden wir rasch, überlegt und tatkräftig zum Wohle unserer Stadt lösen" fiele, wäre schon Einiges gewonnen.

Schönen Gruß auch an viele Mitglieder unseres Gemeinderats - Entschuldigung, wollte schreiben: des Gemeinderats der Stadt Böblingen.

29.8.2008

Frau Kraayvanger hat sich wohl eingekriegt. Im neuen Amtsblatt Nr. 35 v. 29.8.2008 gibt sie sich eingangs zwar etwas romantisch, vermeidet aber nahezu jegliches Identifikationsgefühl und schreibt ebenso distanziert wie es bislang üblich war ("....ästhetische(r) Gestalt der Stadt..", "... Grünplaner der Abteilung....", "...in Böblingen...", ".... garantiert ein Stadtbild....", ...die Stadtverwaltung in Böblingen...", "...den Böblingerinnen und Böblingern ihre Stadt zu präsentieren.".

Immerhin - wenigstens den "Stadtbäumen" gilt noch "unsere" Aufmerksamkeit.

30.8.2008

Liebe sämtliche Amtsblatt-Autorinnen und -autoren seit Beginn des Amtsblattes ausschließlich der Ausnahmen, die die Nichtidentifikations-Regel bestätigen!

Wer mehr Personalpronomen benutzt, schafft mehr Identifikation mit den Belangen unserer Stadt. Wer sich stärker mit unserer Stadt identifiziert, kann besser für unsere Stadt arbeiten. Wer besser für unsere Stadt arbeitet, kann unsere Stadt attraktiver machen und unsere Probleme schneller und durchgreifender lösen.

Zum Wohl! (unserer Stadt!)

Außerdem ganz allgemein:

Wer mehr ehrenamtliches Engagement fordert, sollte mit gutem Beispiel vorangehen. Vor allem, wenn man/frau ein bezahltes Amt innehat.

31.8.2008

Fast hätte ich es vergessen:

Der Unsinn mit der unkoordinierten Lahmlegung der Wolfgang-Brumme-Allee (= Landesstrasse 1185) erhitzte die Gemüter auch in der Ferienzeit. Da gab es vor kurzem schon wieder einen Leserbrief ("Stau in einspuriger WBA").

Gekümmert hat es allerdings wohl niemanden unter den Verantwortlichen.

23.17 Uhr (= Sonntag Nacht)

Wieder einmal brummt und brüllt ein Schwertransport (Schlepper, Tieflader, Begleitfahrzeug) mit gelben Blinklichtlein durch unsere Wohnstraße. Dieser Weckruf war deutlich zu früh und wird einige Fragen nach sich ziehen.

Einen herzlichen Dank für die freundliche Rücksichtnahme wird es jedenfalls nicht geben.

1.9.2008

Die derzeitigen Planungen für die Oststadt (Kreisverkehr am Autobahnzu- und wegbringer BB-Ost vor der Eisenbahnbrücke mit direkter Zuführung zur Leibnizstraße und Schönaicher Straße, neue Autobahnzu- und abfahrt zur Tilsiter Straße am Breuningerland) lassen sich recht vielversprechend an (Städte, Landkreis und Regierungspräsidium scheinen sich unbestätigten Berichten zufolge nicht dagegen zu sträuben).

Unserer bisherigen Meinung nach wäre dies eine sehr gute Lösung für die gesamte Oststadt.

Mehr dazu später.

27.9.2008

1.) Schön, dass mit der Lahmlegung der WBA noch nicht begonnen wurde. Der mögliche Baubeginn war ja schon mal für September 2008 angekündigt worden.

2.) Wie die Stadtverwaltung und Herr Gericke die nun gültigen Verkehrszahlen festgestellt haben, bleibt weiter rätselhaft. Auf eine Anfrage wurde nicht geantwortet. So müssen wir uns darauf verlassen, dass sie wohl stimmen, die Zahlen.

Oder auch nicht: "Zwischen 8 und 12 Uhr und zwischen 14 und 18 Uhr wurde gezählt. Da sind die meisten Fahrzeuge unterwegs." (Kann auch nachgelesen werden.)

Wenn nur diese störende Realität nicht wäre. Die zeigt öfter mal, dass vor 8 Uhr und nach 18 Uhr höhere Stundenmittel erreicht werden als in den Zählungszeiträumen. Böse, böse Realität!

3.) Unsere landesweite Aktion ist in die zweite Runde gegangen. Die bisherigen Wirkungen sind für die Interessierten aus den Tageszeitungen, dem Regional- und Südwest-Fernsehen (Stichworte Autobahnen, Bundesstraßen, Straßeninfrastruktur und Finanzmittel aus Berlin) immer wieder mal zu erfahren.

Zur Erinnerung: am 1.4.2009 wird voraussichtlich mit dem Ausbau der A 81 begonnen. (Ministerpräsident Oettinger am 1.4.2008: "In 12 Monaten"). Realistischer scheint allerdings der 1.4.2031 zu sein - so analog zur Erfahrung eines Bürgermeisters aus dem Landkreis. Dem wurde der Ausbaubeginn an der A 8 Leonberg - Heimsheim für das Jahr 1985 zugesagt. Und kaum 23 Jahre nach diesem Datum gibt es es auch schon die feierliche Eröffnung.

4.) Anscheinend soll nach Fertigstellung des neuen Busbahnhofs die Linie 706 testweise nicht mehr durch die FLS fahren. Das sollten wir im Auge behalten, ebenso die vielen Leerfahrten und die anderen 7er-Linien, die gelegentlich auch gerne die FLS nutzen.

29.9.2008

In der Stuttgarter Zeitung ist zu lesen, dass es für Frau Baubürgermeisterin Kraayvanger - im Zusammenhang mit der Lahmlegung der WBA u.a. -  "...noch nicht restlos geklärt sei, wie dann der Verkehr durch die Stadt geleitet werden muss."

Sie möchte auch, "dass sich alle Bürger in den Haus- und Strassenbaumaßnahmen wiederfinden".

Und "dass das Wir zum Tragen kommt"

Und dass das , "was wir realisieren", "ins Stadtgefüge passen" soll.

Schaun wir mal.

Immerhin spricht sie wieder in der 1. Person Plural und vermeidet Distanzierungen wie "die Stadt", "die Stadt Böblingen", "die Stadtverwaltung in Böblingen" oder "die Böblingerinnen und Böblinger".

1.10.2008

Auch heute wieder, wie so oft:

Nach 18 Uhr gab es einen Anstieg der Verkehrszahlen um ca 24%. Zur Erinnerung: die neuen Verkehrsdaten gehen von den Stunden vor 18 Uhr aus, weil da angeblich die meisten Fahrzeuge unterwegs seien.